12.06.2018, 13.02 Uhr

Lost Place: Was steckt hinter den Ufo-Häusern in Florida?

Von dem einstigen Luxus der Ufo-Häuser ist heute nichts mehr übrig

Von dem einstigen Luxus der Ufo-Häuser ist heute nichts mehr übrig Bild: EdwinWilke/ Shutterstock.com/spot on news

Verlassen, verfallen, verkommen - mitten im sonnigen Florida stehen Überreste von Häusern, die einem "Star-Wars-Film" entsprungen sein könnten. Die sogenannten "Dome Homes" sollten zum luxuriösen Feriendomizil werden und fanden ein trauriges Ende durch Hurrikan "Andrew".

Als der Ölproduzent Bob Lee in den 1970ern ein Stück Land am Cape Romano in Florida kaufte, hatte er einen Plan: Er wollte für sich und seine Familie ein Ferienhaus errichten, dass nicht nur schön sein, sondern auch gewisse ökologische Aspekte erfüllen sollte, wie etwa Strom durch Sonnenenergie.

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Vom Luxusdomizil zum künstlichen Riff

Nun ist Florida hinlänglich für seine schweren Hurrikane bekannt, die meist eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Doch auch daran dachte Lee. Die runde Form der Kuppelhäuser war weniger anfällig bei schweren Stürmen. Genutzt hat es trotzdem nichts. Als 1992 Hurrikan "Andrew" über Florida wütete, hielten die Häuser stand, nur die großen Fensterfronten eben nicht. Das Innere der Öko-Luxushäuser wurde völlig zerstört.

2005 startete John Tosto eine Rettungsaktion und kaufte Bob Lee die Ruinen ab. Unmengen von Geld sollte ihn die Sanierung kosten, doch die US-Behörden entschieden, dass die "Dome Homes" aus Sicherheitsgründen abgerissen werden müssten. Tosto weigerte sich und zahlte einen hohen Preis: Eine saftige Geldstrafe und die vergeblichen Sanierungsversuche kosteten ihn am Ende fast eine Million Dollar.

Die Geschichte der Ufo-Häuser ist allerdings noch nicht zu Ende erzählt. Die Ruinen sollen in der Nähe des Strands versenkt werden und sich in ein künstliches Riff für Taucher verwandeln, wie Travelbook berichtet. Der Unterwassertraum bleibt aber wohl vorerst genau das. Denn von den über zwei Millionen Dollar, die für den "Umzug" benötigt werden, sind mit Crowdfunding erst 210 Dollar zusammengekommen...

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