01.06.2018, 16.23 Uhr

Unwetterwarnung aktuell im Juni 2018: Unwetter-Front legt Pause ein - doch HIER drohen Überflutungen

Tief Wilma sorgt weiterhin für Unwetter über Deutschland.

Tief Wilma sorgt weiterhin für Unwetter über Deutschland. Bild: dpa

Das Wetter in Teilen Deutschlands kommt nicht zur Ruhe. Nach den schweren Unwettern der vergangenen Tage erwarten die Meteorologen auch am Freitag im Westen und Norden des Landes teils kräftige Gewitter.

DWD warnt vor Unwettern in Rheinland-Pfalz, NRW und Süddeutschland

Eine neue Unwetterfront werde sich voraussichtlich ab dem Morgen aus Richtung Rheinland-Pfalz kommend durch Nordrhein-Westfalen arbeiten, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Es könne auch im Süden gewittern.

Der Osten des Landes muss weiterhin schwitzen. Dort warnt der DWD vor Hitze. In Sachsen-Anhalt und Ostthüringen drohen jedoch starke Gewitter mit Starkregen und Windböen.

In der Nacht zum Freitag hatten in vielen Teilen Deutschlands Unwetter gewütet - wie schon die Tage zuvor. Im Saarland und Rheinland-Pfalz setzte ein heftiges Gewitter Straßen und Keller unter Wasser. "Die Lage ist dramatisch", sagte eine Polizeisprecherin in Saarbrücken. Vor allem die Ortschaften St. Ingbert, Blieskastel, Kleinblittersdorf sowie ein Ortsteil von Saarbrücken seien überflutet. "Wir haben wegschwimmende Autos und unterspülte Straßen."

Überflutung, Blitzschlag und Co.! Schwere Schäden nach Unwetter

In den Landkreisen Birkenfeld und Saarburg in Rheinland-Pfalz sowie im Raum Ludwigshafen gab es überflutete Straßen und vollgelaufene Keller, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. In Morbach schlug ein Blitz in eine Kapelle ein. Die Turmspitze hatte Feuer gefangen. Das Gebäude selbst brannte laut Polizei aber nicht ab.

Auch in Baden-Württemberg gab es schwere Unwetter. Besonders betroffen war der Norden des Bundeslandes. Im Raum Mannheim, in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis kam es zu überfluteten Kellern und Straßen. Vereinzelt stürzten Bäume um. Auch rund um Karlsruhe flutete Regenwasser Keller und Straßen. Einen Schaden im sechsstelligen Bereich verursachte ein Blitzeinschlag in das Dach eines Einfamilienhauses in Sternenfels.

Auch Niedersachsen war betroffen. So schlug in Meppen (Landkreis Emsland) am Donnerstagabend ein Blitz in ein Wohnhaus ein und löste ein Feuer aus, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. In Nordrhein-Westfalen zogen am Donnerstag ebenfalls Gewitter über das Land. Vor allem im Münsterland standen Keller und Straßen unter Wasser. In der Nacht zum Freitag hatte sich die Lage vorübergehend beruhigt, wie ein Polizeisprecher in der Nacht sagte.

Juni beginnt mit Unwetter - Auch "Rock am Ring" wird wieder nass

Der Mai hat sich mit kräftigen Unwettern verabschiedet, und auch zum Junibeginn bleibt es in Teilen Deutschlands ungemütlich. Nach den schweren Unwettern der vergangenen Tage erwarteten die Meteorologen auch am Freitag im Westen und Norden teils kräftige Gewitter. Eine neue Unwetterfront bewege sich voraussichtlich ab dem Morgen aus Richtung Rheinland-Pfalz kommend durch Nordrhein-Westfalen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Auch in Süddeutschland könne es gewittern.

In der Nacht zum Freitag hatten in vielen Teilen Deutschlands Unwetter gewütet - wie auch in den Tagen zuvor. Im Saarland und in Rheinland-Pfalz setzte ein heftiges Gewitter Straßen und Keller unter Wasser. "Die Lage ist dramatisch", sagte eine Polizeisprecherin in Saarbrücken. Vor allem St. Ingbert, Blieskastel, Kleinblittersdorf sowie der Saarbrücker Ortsteil Bübingen seien überflutet. "Wir haben wegschwimmende Autos und unterspülte Straßen."

Festival "Rock am Ring" 2018 droht wieder ins Wasser zu fallen

Nass war es auch bei "Rock am Ring" in Rheinland-Pfalz. Viele Besucher waren schon vor Beginn des Musikfestivals am Freitag mit ihren Zelten da. Auf dem Campinggelände entstanden große Pfützen, Zelte wurden verwüstet. Unwetter hatten bei dem Festival in der Eifel schon in den vergangenen Jahren Probleme gemacht. Dabei gab es auch Verletzte. In Morbach im Hunsrück schlug ein Blitz in eine Kapelle ein. Die Turmspitze fing Feuer. Auch in Luxemburg, das an Rheinland-Pfalz grenzt, hatte die Feuerwehr viel zu tun.

Die Deutsche Bahn warnte auf ihrer Internetseite, dass es in Regionen, die vom Unwetter betroffen sind, zu Einschränkungen im Zugverkehr kommen könnte. Auf der Eifelstrecke zwischen Gerolstein und Trier in Rheinland-Pfalz fuhr ein Regionalzug bei der Ausfahrt aus dem Wilsecker Tunnel in einen Schlammwall und entgleiste, wie ein Sprecher sagte. Passagiere fuhren keine mit, der Zugführer blieb unverletzt.

Schwere Unwetter wüten Anfang Juni 2018 über Rheinland-Pfalz

Auch über Baden-Württemberg zogen schwere Unwetter. Besonders betroffen war der Norden des Bundeslandes. Im Raum Mannheim, in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis kam es zu überfluteten Kellern und Straßen. Auch Stuttgart war betroffen. Vereinzelt stürzten Bäume um. Rund um Karlsruhe flutete Regenwasser Keller und Straßen. Allein beim Notruf der Polizei in Mannheim gingen mehr als 200 Anrufe ein. In Sternenfels schlug ein Blitz in das Dach eines Wohnhauses ein.

Unwetter gab es zudem weiter nördlich in Niedersachsen. So brannte in Meppen (Landkreis Emsland) am Donnerstagabend ein Wohnhaus nach einem Blitzeinschlag, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. In Oberfranken in Bayern lösten sich nach Polizeiangaben mehrere Schlammlawinen und rutschten auf Straßen. "Sicher ist nur: die Schäden sind immens, ihre Beseitigung wird wohl teilweise Wochen und Monate in Anspruch nehmen", teilte eine Sprecherin des Landratsamtes Wunsiedel im Fichtelgebirge am Freitag mit.

Am Wochenende - dem ersten nach dem meteorologischen Sommerbeginn - könnte es neue Wetter-Turbulenzen geben. "In der Nacht zum Samstag klingen die teils heftigen Schauer und Gewitter vom Tage zögernd ab", hieß es vom DWD. Dennoch müsse örtlich mit Starkregen und Hagel "im Unwetterbereich" gerechnet werden.

Meteorologen zählen die Jahreszeiten aus statistischen Gründen in ganzen Monaten. Der meteorologische Sommerbeginn war daher am 1. Juni. Der kalendarische Sommeranfang ist am 21. Juni.

Unwetter trifft weite Teile Bayerns

Auch in weiten Teilen Bayerns haben Unwetter und Starkregen Keller volllaufen lassen und Straßensperrungen verursacht. In Oberfranken lösten sich nach Polizeiangaben mehrere Schlammlawinen und rutschten auf Straßen. Teile einer Kreisstraße seien weggespült worden. Alleine im Landkreis Wunsiedel waren mehr als 350 Feuerwehrleute im Einsatz.

Im nördlichen Oberbayern sei die Polizei zu 42 wetterbedingten Einsätzen ausgerückt, sagte ein Sprecher am frühen Morgen: Keller liefen voll Wasser und Unterführungen mussten wegen Überflutungen gesperrt werden. In der Oberpfalz blockierten nach Polizeiangaben umgefallene Bäume mehrere Straßen.

In der Nacht zum Freitag hatten in vielen Teilen Deutschlands Unwetter gewütet - wie schon die Tage zuvor. Im Saarland und Rheinland-Pfalz setzte ein heftiges Gewitter Straßen und Keller unter Wasser.

Am Sonntag geht den Gewittern die Puste aus - aber nur vorübergehend

"Nach den Gewittern ist vor den Gewittern", heißt es beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach: Auch am Samstag müssen manchen Regionen in Deutschland weiterhin mit kräftigen Turbulenzen rechnen. "Allerdings verlagert sich der Gewitterschwerpunkt zunehmend in den Norden und Osten", sagte Meteorologe Markus Übel von der Wettervorhersagezentrale in Offenbach am Freitag. "Am Sonntag setzt langsam eine Wetterberuhigung ein." Von Dauer ist sie aber nicht.

Am Samstag entwickeln sich etwa von Schleswig-Holstein über den Osten Niedersachsens bis nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erneut kräftige Gewitter. "Insbesondere in einem Streifen von Hamburg bis nach Nordbrandenburg können diese auch wieder unwetterartig ausfallen mit Starkregen und Hagel", sagte Übel.

"Am Sonntag scheint den Gewittern vorübergehend endgültig die Puste auszugehen", sagte Übel. Bei Temperaturen zwischen 21 und 27 Grad scheint oft die Sonne, nur im Norden überwiegen die Wolken. Schauer und Gewitter gibt es allenfalls am Nachmittag in den Mittelgebirgen und an den Alpen.

In der neuen Woche wird es wieder etwas wärmer. "Dabei bleibt uns die feuchtwarme Luftmasse weiterhin erhalten. Vor allem in der Südhälfte nimmt damit erneut die Gewittergefahr zu", sagte Übel. Es bleibt bei sommerlich warmen Temperaturen mit Höchstwerten teils über 25 Grad.

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