14.06.2018, 22.21 Uhr

Ramadan-Ende 14.06.2018: Alles zum Zuckerfest, Fastenbrechen und Essenszeiten im Islam

Das Lesen aus dem Koran ist essentiell im Fastenmonat Ramadan.

Das Lesen aus dem Koran ist essentiell im Fastenmonat Ramadan. Bild: dpa

Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender und beginnt und endet jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt. Das sollten Sie noch über den heiligen Fastenmonat wissen:

Ramadan 2018: Bedeutung und Beginn laut Kalender

Aufgrund der Berechnungen im Mondkalender - ein neuer Monat beginnt mit Neumond - verschiebt sich der Ramadan jährlich um 10 oder 11 Tage. In diesem Jahr beginnt er am 15. Mai und endet am Abend des 14. Juni. Der Name leitet sich von "ramida" ab, was etwa "brennende Hitze" bedeutet. Dem islamischen Glauben zufolge ist Mohammed im Monat Ramadan der Koran durch den Erzengel Gabriel offenbart worden. Das Fasten gehört etwa neben dem fünfmaligen Gebet und der Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islam.

Fasten-Regeln während des Ramadan vom 15. Mai bis 14. Juni 2018

Während des Ramadan fasten gläubige Muslime. Das bedeutet, dass von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts gegessen werden darf, etwa von 5 Uhr morgens bis 21 Uhr abends. Dabei verzichten Muslime nicht nur auf Speisen. Ausdrücklich verboten sind auch Rauchen, Trinken und Geschlechtsverkehr. Das Fasten gilt für alle mündigen Muslime ab etwa 14 Jahre. Allerdings gibt es einige Ausnahmen. So sind von der Fastenpflicht Reisende, Schwangere, Stillende, Kinder, Kranke und Alte ausgenommen. Der Ramadan ist für Muslime eine Zeit der Reinigung. Der Gedanke dahinter ist, den Alltag zu durchbrechen, mehr zu beten, sich wohltätigen Zwecken zu widmen und mehr Zeit bewusst in der Gemeinschaft zu verbringen.

Gibt es Ausnahmen beim Fasten im Monat Ramadan?

Das Fasten am Abend wird traditionell mit ein paar Datteln und einem Glas Milch gebrochen oder mit in Milch eingelegten Datteln. Der Grund ist denkbar naheliegend: Datteln liefern nach dem Fasten am Tag Energie. Doch nicht immer lässt es sich vermeiden, während des Fastens etwas zu sich zu nehmen, zum Beispiel bei der Einnahme von Medikamenten, die durch Kehle oder Nase rinnen. Dann gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, einen Nachholtag einzulegen, wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet. Auch die Monatsblutungen bei Frauen oder Speisereste in den Zähnen können einen Nachholtag erforderlich machen.

Ramadan endet mit dem Zuckerfest am 14. Juni 2018

Der Ramadan endet am 14. Juni und läutet das dreitägige Zuckerfest, auch Ramadanfest oder Fastenbrechfest ein, das im Arabischen "Eid al-Fitr"" und im Türkischen "Ramazan Bayram" heißt. Es beginnt mit dem traditionellen Gebet nach Sonnenaufgang nach dem letzten Tag des Ramadan. Ebenso Tradition ist es, nicht nur zahlreiche Süßigkeiten zu schlemmen, wie der Name schon sagt, sondern sich auch "Alles Gute zum Id", "gesegnetes Fest" oder "Segen zum Feiertag" zu wünschen.

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