26.05.2017, 16.00 Uhr

Ramadan 2017: Bedeutung, Regeln und Ausnahmen im muslimischen Fastenmonat

Der Ramadan beginnt am Samstag, den 27.05.2017. Alle wichtigen Infos zu Ramadan 2017 in Deutschland hier.

Der Ramadan beginnt am Samstag, den 27.05.2017. Alle wichtigen Infos zu Ramadan 2017 in Deutschland hier. Bild: Rajat Gupta/EPA/dpa

Für Hunderte Millionen Muslime weltweit beginnt an diesem Samstag (27.05.2017) der Fastenmonat Ramadan. Der Neumond werde am Freitagabend gesichtet werden, teilten die Religionsbehörden in Saudi-Arabien und anderen arabischen Ländern am Donnerstag mit. In Saudi-Arabien liegen mit Mekka und Medina die heiligsten Stätten des Islams. Auch in anderen arabischen Ländern wie der Türkei oder dem Iran erklärten die Religionsbehörden, der erste Tag des Ramadans sei der Samstag.

Fastenmonat Ramadan im Jahr 2017: Essenszeiten und Regeln für Mitglieder des Islam

In dem für Muslime heiligen Monat sind mehr als 1,6 Milliarden Gläubige dazu aufgerufen, bis Ende Juni von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen oder Sex zu verzichten. Mit dem Sonnenuntergang ist es Tradition, das Fastenbrechen mit einem üppigen Festmahl im Kreis der Familie zu feiern. Das Fasten im Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islams, die für jeden gläubigen Muslim Pflicht sind.

Zeiten und Ausnahmen beim Ramadan: Kranke, Schwangere und Kinder sind ausgenommen

Im Ramadan, der in diesem Jahr am 27. Mai (Samstag) beginnt und bis zum 24. Juni dauert, dürfen Muslime von Anbruch der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang nicht essen und trinken. Das Gebot gilt nicht für Kranke, hart körperlich arbeitende Menschen, Schwangere oder Kinder. In dem für gläubige Muslime heiligen Monat soll auch die "Solidarität mit dem Schwachen und Armen in der Welt" in den Fokus rücken. Abends organisieren Gemeinden gemeinsame Gebete und laden zum feierlichen Fastenbrechen - Iftar - ein, an dem zunehmend auch prominentere Vertreter aus Politik, Gesellschaft oder Kirchen teilnehmen.

Zulauf für Moschee-Gemeinden auch durch Flüchtlinge

Zum anstehenden Ramadan rechnet der Zentralrat der Muslime diesmal mit einem besonders hohen Zulauf für die Moscheegemeinden in Deutschland. Inzwischen lebten geschätzt rund 4,8 Millionen Muslime hierzulande, von denen etwa jeder Dritte regelmäßig in die Gemeinden komme, berichtete der Zentralrat auf dpa-Anfrage in Köln. Zum Ramadan seien es in der Regel noch deutlich mehr. Es gebe zahlreiche Aktionen im Fastenmonat, zu denen auch wieder viele Nicht-Muslime erwartet würden. Mit Flüchtlingen und Zuwanderern aus islamisch geprägten Ländern ist die Zahl der Muslime in Deutschland gestiegen.

Ramadan-Beginn am 27. Mai 2017: Sorge vor neuen Terror-Anschlägen weltweit

Mit Beginn des Ramadans wächst jedoch die Sorge vor neuen Anschlägen. Im vergangenen Jahr hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit einer Terrorserie für Schrecken gesorgt. Unter anderem explodierte vor einem Einkaufszentrum in Bagdad eine Autobombe und tötete mehr als 200 Menschen. Am Istanbuler Atatürk-Flughafen sprengten sich drei Attentäter in die Luft und rissen 45 Menschen mit in den Tod.

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