04.01.2018, 13.40 Uhr

Vögel zählen zur Stunde der Wintervögel 2018: So funktioniert die Nabu-Vogelzählung

Kohlmeisen bleiben den Winter über im Lande. Aber wie viele sind es noch?

Kohlmeisen bleiben den Winter über im Lande. Aber wie viele sind es noch? Bild: Patrick Pleul/dpa

Naturschützer rufen wieder zum Vögel-Beobachten auf: Vom 5. bis zum 7. Januar 2018 läuft zum achten Mal die bundesweite Vogelinventur "Stunde der Wintervögel".

Nabu lädt zur "Stunde der Wintervögel" 2018

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) laden dazu ein, an diesem Wochenende eine Stunde lang die Vögel im Garten, auf dem Balkon, am Futterhäuschen oder im Park zu zählen.

1 Stunde lang Vögel zählen

Der Nabu Deutschland hatte berichtet, Vogelfreunde hätten in den vergangenen Wochen deutlich weniger Meisen, Eichelhäher und Amseln an Futterhäuschen in Gärten und Parks beobachtet. Diesen Hinweisen soll mit der Zählaktion auch nachgegangen werden. Der Nabu sieht aber nicht die Vogelgrippe als Ursache. Vielmehr fänden die Vögel derzeit vermutlich noch genügend Nahrung und seien daher nicht auf Fütterungen angewiesen, hieß es.

So funktioniert die Vogelzählung bei der "Stunde der Wintervögel"

Bei der "Stunde der Wintervögel" vom Freitag bis Montag (5.- 7. Januar) kann jeder Interessierte eine Stunde lang am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park Vögel bestimmen und zählen. Dabei gehe es zumeist um vertraute Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Berlin mit.

Die Ergebnisse der Nabu-Vogelzählung 2017

Die "Stunde der Wintervögel" ist den Angaben zufolge die größte wissenschaftliche Mitmachaktion in Deutschland. Wie der Nabu mitteilte, beteiligten sich im vergangenen Jahr mehr als 120.000 Menschen an der Aktion. Sie sichteten allerdings im Vergleich zu früheren Jahren insgesamt deutlich weniger Individuen. Als eine Ursache wird das Nahrungsangebot im Ausland angenommen. "Vermutlich gab es in Polen, dem Baltikum und Russland im vergangenen Winter so viel zu fressen, dass Vögel, die sonst zu uns kommen, dort überwintert haben", erklärte Nabu-Experte Marius Adrion.

In diesem Jahr deutet sich laut Nabu bislang an, dass wieder mehr Vögel aus Nordosteuropa in Deutschland überwintern, zum Beispiel Fichtenkreuzschnäbel. Damit auch Laien die Arten erkennen können, bietet der Nabu unter anderem auf seiner Internetseite entsprechende Informationen. Der Spatz gehört traditionell zu den am häufigsten gesichteten Vögeln.

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sam/news.de/dpa
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