30.12.2016, 08.00 Uhr

Tipps und Tricks für Gesundheit und Wohlstand: Typisch deutsch! Diese Silvester-Bräuche sollen Glück bringen

Bleigießen am Silvesterabend ist eine beliebte Methode, um einen Blick in die Zukunft zu erhaschen.

Bleigießen am Silvesterabend ist eine beliebte Methode, um einen Blick in die Zukunft zu erhaschen. Bild: dpa

Von news.de-Volontärin Saskia Weck

Am Samstag ist es wieder soweit: Wir schnappen uns unsere Liebsten, dazu eine Flasche Sekt und ein paar Wunderkerzen, suchen uns einen geeigneten Ausblickspunkt und stoßen um Punkt Mitternacht auf ein frohes neues Jahr an. Doch welche Silvesterbräuche sind eigentlich "typisch deutsch" und welche Bedeutung steckt hinter ihnen?

Der Ursprung von Silvester und seine Bedeutung

Im 4. Jahrhundert gab es einen Römischen Bischof, der unserem Neujahrsfest seinen Namen verlieh: Silvester I. Er soll sich für die Religionsfreiheit stark gemacht und die Macht der christlichen Kirche ausgebaut haben. Eine andere Legende erzählt, dass Silvester I. Papst gewesen sei und dass Ungläubige in seiner Gegenwart nicht selten an Fischgräten erstickten. Am 31.12.335 soll der römische Amtsträger seinen letzten Atemzug getan haben. Daher besagt ein alter Aberglaube, dass man Fisch am Silvesterabend mit besonderer Vorsicht genießen sollte.

Fischschuppe im Portemonnaie

Trotzdem gehört das traditionelle Karpfenessen für einige Deutsche an Silvester einfach dazu. Dieser Brauch kommt nicht von ungefähr, denn an Silvester dreht sich alles um das Thema Glück. Und wer am Silvesterabend eine Fischschuppe ins Portemonnaie legt, dem, so lautet der Aberglaube, wird im neuen Jahr ein Geldsegen bevorstehen.

Böller und Feuerwerk schlagen Wotan und sein Gefolge in die Flucht

Zuvor müssen aber erst einmal alle bösen Geister vertrieben werden. Dafür macht man hierzulande kräftig Krach. Früher nutzte man noch Rasseln oder Töpfe, um Lärm zu erzeugen, heute sollen Böller, Feuerwerkskörper und Kirchenglocken das Böse in die Flucht schlagen. Um Wotan, den Gott des Sturmes und des Todes, nicht zu erzürnen, wäscht man weder am Silvesterabend noch am Neujahrestag Wäsche und hängt diese auch nicht auf, damit Wotan mit seinem Gefolge ungestört durch die Gärten fegen kann, ohne sich dabei in der Wäscheleine zu verheddern.

Zukunftsdeutung am Silvesterabend

Dazu passt es auch, dass man seine Arbeit am letzten Tag des Jahres allgemein ruhen lassen soll. Früher waren die Menschen davon überzeugt, dass die Sonne sich an einem Rad gebunden um die Erde dreht. Die Götter sollen das Rad an Silvester ruhen gelassen haben und die Menschen sollten es ihnen gleich tun. Bedeutet hierzulande: Füße hochlegen und es sich gut gehen lassen. Zumindest am 1.1. haben die meisten Angestellten hier ohnehin einen freien Tag. Wer wissen möchte, was das neue Jahr bringt, der wirft mit Hilfe des Bleigießens einen Blick in die Zukunft. Die gegossenen Formen sollen verraten, was einem im neuen Jahr bevorsteht.

Themen: Silvester
Seiten: 12
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