10.08.2016, 14.07 Uhr

Sternschnuppen fotografieren: Perseiden am Himmel: So gelingt das perfekte Sternschnuppen-Foto!

Eine Kunst für sich: Sternschnuppen richtig fotografieren.

Eine Kunst für sich: Sternschnuppen richtig fotografieren. Bild: dpa

Von news.de-Volontärin Lisa Volkmann

Die Perseiden sind ein Meteor-Sturm, der jedes Jahr Mitte August auftaucht. Besonders bei wolkenlosem Himmel sind dann Hunderte Sternschnuppen am Nachthimmel zu sehen. In diesem Jahr haben die Perseiden ihr Maximum in der Nacht vom 11. auf den 12. August. Allerdings sehen die Wetterbedingungen nicht optimal aus. Damit es ihnen bei der Himmelsbeobachtung nicht zu kalt wird, lohnt es sich eventuell, eine Isomatte mitzunehmen.

Sternschnuppen fotografieren - Tipps und Einstellungen für die Perseiden 2016

Die Sternschnuppen auf Fotos festzuhalten, gestaltet sich dabei als nicht ganz einfach. Selbst bei gutem Wetter erfordert das gute Vorbereitung und etwas Übung. Licht-Smog in der Stadt, ein zu großer Bildausschnitt und fehlende Kontrolle erschweren das perfekte Foto.

Damit Ihnen das perfekte Sternschnuppenfoto aber doch gelingt, helfen folgende Tipps:

Spiegelreflexkamera

Ein einfaches Modell reicht hierbei bereits aus, um dank umfangreicher Einstellungsmöglichkeiten gute Ergebnisse zu erzielen. Ein Smartphone ist leider ungeeignet, auch die kompakte Digitalkamera wird keine optimalen Bilder erzeugen. Wenn Sie einen möglichst großen Himmelsbereich abdecken wollen, können Ihnen spezielle Weitwinkelobjektive weiterhelfen.

Stativ

Um Sternschnuppen zu fotografieren, muss das Bild lange belichtet werden. Hierbei reicht es nicht aus, ein ruhiges Händchen zu haben. Denn selbst die winzigste Erschütterung würde dazu führen, dass auch die übrigen Sterne verschwimmen. Stative gibt es beispielsweise schon recht günstig bei Amazon zu kaufen.Wer kein Stativ hat, kann die Kamera auch auf einem stabilen Gegenstand wie einer Parkbank, Sandsack oder Baumstumpf platzieren.

Ausrichtung

Im Norden und Nordosten sind in der Nacht zum 12. August die meisten Sternschnuppen zu sehen. Aber auch im Westen und Osten stehen die Chancen gut. Die meisten Perseiden werden übrigens morgens zu beobachten sein, kurz bevor es hell wird. Der Kompass oder die Smartphone-App helfen beim Finden der Himmelsrichtung.

Belichtungszeit

Hier wird es knifflig: Bei zu kurzer Belichtung sehen Sie nichts als schwarz, bei zu langer Belichtungszeit wird die Erdrotation zu sehen sein. Alle Sterne hätten dann einen Schweif und wären nicht mehr von den Perseiden zu unterscheiden. Hier bietet sich ein alter Foto-Trick an, die 500er-Regel: Man teilt die Zahl 500 durch die genutzte Brennweite. Ganz heraus gezoomte Standardobjektive kommen meist mit einer Brennweite von 18mm. Sie teilen also 500 durch 18 und erhalten 27,7. Mit einer Belichtungszeit von 27 Sekunden dürfte Ihr Sternschnuppenfoto in diesem Fall perfekt werden. Um die Belichtungszeit einzustellen, verwenden Sie im einfachsten Fall die Belichtungsautomatik an Ihrer Kamera.

Dann heißt es Auslöser drücken und hoffen, dass Wetter und Sternschnuppen mitspielen. Viel Erfolg!

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

lvo/kad/news.de
Mythos oder WahrheitHimmelfahrt am 30.05.2019Asteroid 101955 BennuNeue Nachrichten auf der Startseite