05.07.2016, 15.59 Uhr

Reisewarnungen aktuell: Das sind die 10 gefährlichsten Reiseziele 2016

Ein Selbstmordattentäter hat am 3. Juli in der irakischen Hauptstadt Bagdad über 200 Menschen in den Tod gerissen.

Ein Selbstmordattentäter hat am 3. Juli in der irakischen Hauptstadt Bagdad über 200 Menschen in den Tod gerissen. Bild: dpa

Von news.de-Volontärin Dana Kaule

Blutige Terrorakte erschüttern immer wieder Europa und den nahen Osten, zuletzt erst Ende Juni 2016. In der Türkei ist am 28. Juni abermals ein Attentat in der Metropole Istanbul verübt worden, zu dem sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannt hat. Bei dem Anschlag durch drei Selbstmordattentäter am Flughafen Atatürk sind 44 Menschen gestorben und rund 240 verletzt worden. Nur wenige Tage später, am 3. Juli, reißt in der irakischen Hauptstadt Bagdad ein Selbstmordattentäter über 200 Menschen in den Tod. Es ist der bis dahin blutigste Anschlag in diesem Jahr.

Krieg, Terrorismus und bewaffneten Konflikten - Reisewarnungen weltweit

Während für den Irak bereits eine Reisewarnung besteht, hat das Auswärtige Amt nach dem Anschlag in Istanbul auch Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei herausgegeben. Aber es sind bei weitem nicht die einzigen Länder, die durch Bürgerkriege, bewaffnete Konflikte, Terroranschläge und eine erhöhte Kriminalität ein Gefahrenpotenzial für Reisende darstellen.

Die "Risk Map 2016" der globalen Unternehmensberatung "Control Risk" gibt Aufschluss über die Länder und Gebiete mit dem höchsten Sicherheitsrisiko. Auf einer Skala von unbedeutend über gering, mittel, hoch bis hin zu extrem, stuft sie das Gefahrenpotenzial ein, das kriminelle Gewalt, Terroranschläge, Kriege und politische Gefahren umfasst. In der Kategorie extrem finden sich zehn Länder. Sie sind die gefährlichsten Länder 2016 weltweit.

  • Jemen
  • Libyen
  • Irak
  • Afghanistan
  • Syrien
  • Zentralafrika
  • Somalia
  • Demokratische Repuplik Kongo
  • Burundi
  • Nordkorea

Die 10 gefährlichsten Länder 2016 im Überblick

Jemen
Im Jemen kommt es laut Auswärtigem Amt (AA) regelmäßig zu terroristischen Anschlägen durch einen Ableger der Terror-Organisation Al Quaida. Darüber hinaus gibt es vor allem in der Hauptstadt Sanaa seit März 2015 regelmäßig Militäroperationen und Luftanschläge durch eine Staaten-Allianz unter Führung von Saudi-Arabien. Die Lage verschärft sich durch Entführungen im Inland und Piraterie an den Küsten.

Libyen
Ebenso groß ist das Entführungsrisiko für ausländische Besucher in Libyen, wo seit 2014 ein Bürgerkrieg herrscht, an dem die Terror-Organisation Islamischer Staat beteiligt ist. Die Lage ist laut AA "extrem unübersichtlich" und es kommt immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen und gezielten Luftangriffen. Im Zuge dessen nimmt auch die Kriminalität, zum Beispiel bewaffneter Raub, immer weiter zu.

Syrien
Nach den Protesten des Arabischen Frühlings 2011 gegen das Assad-Regime ist es in Syrien zu weitreichenden militärischen Auseinandersetzungen gekommen, die bis heute das gesamte Land betreffen und täglich Todesopfer fordern. Inzwischen hat auch die Terrormiliz IS in den Konflikt eingegriffen, der zunächst nur zwischen den Gruppen von Assad und denen der Opposition geführt wurde.

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