02.06.2014, 14.41 Uhr

Mutige Bademode: Designer werben mit amputierten Brüsten

Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist

Frau braucht keine zwei Brüste, um schön zu sein: Das ist die Botschaft der Bademoden-Linie Monokini 2.0.

Frau braucht keine zwei Brüste, um schön zu sein: Das ist die Botschaft der Bademoden-Linie Monokini 2.0. Bild: news.de-Screenshot (Twitter/@monokini2point0)

Die Badesaison steht vor der Tür. Ob Badeanzug, Bikini oder Monokini - Frauen haben die Qual der Wahl bei ihrem Strandoutfit. Gerade der Monokini, ein Mix aus Badeanzug und Bikini, hat dabei in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen.

Das finnische Designer-Duo Nutty Tarts interpretiert diese Bademode für den Sommer 2014 neu. Ihre Version des Monokinis, genannt Monokini 2.0, legt jeweils eine Brust frei. Die Stücke ihrer neuen Kollektion sind aber keinesfalls für Nackedeis der Sorte Micaela Schäfer gedacht.

Brustkrebs-Patientinnen posieren in Monokinis 2.0

Nutty Tarts will damit den Kampf gegen Brustkrebs und das damit verbundene Stigma unterstützen. Denn die Monokinis 2.0 sind für Frauen bestimmt, die ihre zweite Brust aufgrund einer Krebserkrankung verloren haben. Sie sollen sich darin genauso schön und wohl fühlen wie gesunde Frauen.

Dazu brauche frau keine zwei Brüste, betonen die Designerinnen. Zum Beweis setzen sie in ihrer außergewöhnlichen Bademoden-Linie die Narben nach einer Brustamputation willentlich in Szene. Für eine Fotoserie haben betroffene Frauen vor der Kamera posiert und zeigen sich selbstbewusst mit ihrem Makel.

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Auch ohne künstliche Brust oder Prothese schön sein

Viele von ihnen wollen ihre verlorene Brust nicht wieder künstlich aufbauen, sondern mit nur einer oder sogar keiner Brust weiterleben - auch am Strand. Hier setzt Nutty Tarts mit der Idee des Monokinis 2.0 an. Er soll leeren Cups oder verschwitzten Prothesen ein Ende setzen und Brustkrebs-Patientinnen dazu ermutigen, sich zu zeigen, wie sie sind.

Designer von Nutty Tarts sammeln via Crowdfunding Spenden

Noch gibt es die Einteiler jedoch nicht zu kaufen. Um drei Modelle auf den Markt zu bringen, haben die Designerinnen ein Crowdfunding-Projekt gestartet, dessen Erlös in Produktion, Werbung und ein Online-Shop fließen soll. Noch bis 29. Juni kann gespendet werden.

Alle anderen Modelle, an denen außer Nutty Tarts noch viele weitere Künstler gearbeitet haben, werden vorerst nur auf Fotos zu bestauen sein. In Skandinavien gibt es bereits mehrere Ausstellungen. Zusätzliche sollen folgen.

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zij/news.de
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