13.04.2014, 09.00 Uhr

Kuriose Museen: Stadtmuseum? Nee, heute mal Schniedel, Currywurst und Müll!

Von news.de-Volontärin Anika Bube

Im Lügenmuseum in Radebeul werden Kunstwerke präsentiert, die zwischen Illusion und Wahrheit schwanken.

Im Lügenmuseum in Radebeul werden Kunstwerke präsentiert, die zwischen Illusion und Wahrheit schwanken. Bild: picture alliance / dpa / Matthias Hiekel

Museen erfreuen sich großer Beliebtheit im Urlaub. Im Jahr 2011 lag die Zahl der Museen in Deutschland bei ungefähr 4800. Insgesamt wurden diese 112 Milliarden mal besucht. Überall auf der Welt gibt es Ausstellungsräume, in denen Heimatgeschichte erzählt wird, an einen Künstler gedacht wird oder einfach Dinge des Alltags für den interessierten Besucher präsentiert werden.

Keine Lust auf langweilige Museen im Urlaub?

Ist man im Urlaub, gehört der obligatorische Besuch im Heimatmuseum des Ferienortes zur Pflichtaufgabe. Auch Stadt-, Schloss- und Kunstmuseum kommen auf die Liste. Museen gehören meist zu den Ziel vieler Touristen sind.

Doch unter den langweilig anmutenden Titeln der meisten Museen lassen sich durchaus auch einige interessante Schmuckstücke ausmachen. Zum Beispiel das Müllmuseum im schwäbischen Bad Säckingen. Seit 1991 können Müll-Interessierte Fundstücke von der Müllkippe bestaunen. Angefangenen hat alles 1975, als Museumsgründer Erich Thomann mit seiner Planierraupe den Weg eines zerfledderten Teddys auf der Mülldeponie kreuzte. «Der hat mir so leid getan, ich konnte ihn doch nicht einfach zusammenfahren!», schreibt Thomann auf der Website des Müllmuseums.

Im Buchstabenmuseum in Berlin findet man Initialen, Schriftzüge und Leuchtreklamen. Die historischen Schriften sollen erhalten und als Stück der Geschichte bewahrt werden.

Im Buchstabenmuseum in Berlin findet man Initialen, Schriftzüge und Leuchtreklamen. Die historischen Schriften sollen erhalten und als Stück der Geschichte bewahrt werden. Bild: picture alliance / dpa / Rainer Jensen

Ein Museum für Buchstaben – warum nicht?

Weniger mit Müll, dafür aber mit ausrangierten «Buchstaben» hat es das Buchstabenmuseum in Berlin. Hier werden typografischen Exponate aufbewahrt und dokumentiert. So finden sich in den Ausstellungsräumen auch Leuchtschriften, die über den Dächern Berlins irgendwann einmal für Aufmerksamkeit sorgten.

In Berlin gibt es übrigens eine schier endlose Zahl an kuriosen Museen. Darunter auch das Lippenstiftmuseum, welches Frauenlippen in wahre Kussmünder verwandelt. Neben Exponaten und Plakaten gibt es auch Lippenstift-Rezepturen von der Zeit des Barocks bis in die Heutige. Besonderes Highlight sind aber mehr als 150 Kussabdrücke bekannter Diven wie Bonnie Tyler, Mireille Mathieu oder Hildegard Knef.

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