18.04.2019, 09.16 Uhr

Blumeninsel Madeira: Urlaub in duftender Blütenpracht

Blütenpracht, wohin das Auge reicht - Madeira heißt nicht umsonst die Insel des ewigen Frühlings.

Blütenpracht, wohin das Auge reicht - Madeira heißt nicht umsonst die Insel des ewigen Frühlings. Bild: Quinta Splendida Wellness & Botanical Gardens

Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe

Wenn morgens die Sonne über der Insel Madeira aufgeht, ersetzen ein lauer Wind und Vogelgezwitscher den schrillen Wecker. Noch vor dem Aufstehen steigt Urlaubern der Duft eines neuen Ferientages in die Nase – damit ist nicht der Frühstückskaffee gemeint, sondern das Zusammenspiel der unzähligen Blumen und Pflanzen, die auf dem portugiesischen Eiland wachsen. Im malerischen Caniço im Süden der Insel sorgt Gärtner Marco Escórcio dafür, dass sich die Blütenpracht von ihrer besten Seite zeigt.

Das Gartenteam kümmert sich um 30.000 Quadratmeter blühende Beete.

Das Gartenteam kümmert sich um 30.000 Quadratmeter blühende Beete. Bild: Quinta Splendida Wellness & Botanical Gardens

Marco hat einen der schönsten Jobs der Welt: Als Gärtner ist er für die 30.000 Quadratmeter großen Gartenanlagen verantwortlich, die zum Hotel Quinta Splendida Wellness & Botanical Gardens in Caniço gehören. Den ganzen Tag über ist er an der frischen Luft, umringt von zahlreichen Pflanzenarten. «Hier kann ich all meine Kreativität ausleben und die bunte Blütenpracht gestalten», verrät der 40-Jährige bei seinem morgendlichen Rundgang durch die Beete.

Mit seinen drei Kollegen kümmert er sich das ganze Jahr über um die mehr als 1000 Blumen- und Pflanzenarten, die rund um das Hotel wachsen. Das einstige Herrenhaus wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet und hieß früher «Quinta Estrela». Heute bieten 141 Gästezimmer und 25 luxuriöse Spa-Suiten den perfekten Ort zum Übernachten auf Madeira.

Artenvielfalt von Januar bis Dezember

Chefgärtner Marco Escórcio achtet bei seiner Arbeit darauf, die Pflanzen so anzuordnen, dass Hotelgäste das ganze Jahr über die florale Pracht bestaunen können. «Von Januar bis Dezember haben wir hier unser eigenes Blumenfest», sagt der Gartenexperte nicht ohne Stolz. Ein Großteil der Pflanzen ist auf Madeira zu Hause, dazu kommen Gewächse, die von den Kanarischen Inseln stammen. «Wir haben bei der Gestaltung unserer Gartenanlagen mit dem Botanischen Garten in Funchal zusammengearbeitet», verrät Marco. «Dabei konnten wir einige Arten tauschen und unseren Garten noch üppiger gestalten.»

Erntefrische Vitamine aus dem Hotelgarten

Doch Marco ist seit zehn Jahren nicht nur für die betörend duftenden Blumen verantwortlich. Er kümmert sich auch um den Anbau der Pflanzen, deren Früchte auf den Tellern im Hotelrestaurant landen. «Neben Obst und Gemüse bauen wir auch Kräuter wie Oregano und Minze an, und das alles ohne Chemie», erklärt der Gartenchef. Erntefrische Zwiebeln und Knoblauch, aromatische Tomaten und köstlicher Fenchel – was morgens noch im Garten steht, wird mittags und abends knackfrisch serviert. Dazu gibt es inseltypische deftige Köstlichkeiten mit Rind- oder Schweinefleisch. Madeirabesucher sollten unbedingt Espetada probieren, ein aromatisch gewürzter Fleischspieß, der auf einem Lorbeerzweig über Holzfeuer gegart wird.

Frische ist Trumpf: Im Quinta Splendida kommen Kräuter und Gemüse direkt aus dem hoteleigenen Garten auf die Restaurantteller.

Frische ist Trumpf: Im Quinta Splendida kommen Kräuter und Gemüse direkt aus dem hoteleigenen Garten auf die Restaurantteller. Bild: Quinta Splendida Wellness & Botanical Gardens

So schmeckt Madeira

Wer lieber Fisch mag, ist auf Madeira genau richtig. Thunfisch und schwarzer Degenfisch, der auf der Speisekarte als Espada zu finden ist, gehören zu den Spezialitäten auf der Insel. Zugegeben, letzterer sieht frisch gefangen etwas gruselig aus, aber das zarte weiße Fleisch des Tiefseefisches zergeht auf der Zunge. Dazu passt am besten ein Glas Madeirawein für die perfekte Genießerstimmung. Wie wär's zum Abschluss mit etwas Süßem? Gourmets haben die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Kuchenspezialitäten, einem fruchtigen Pudding oder einem Fruchtsalat mit Ananas, Bananen und Maracuja – sonnenverwöhnt und frisch geerntet direkt aus dem Garten.

Wo der Lorbeer zu Hause ist

Madeira wird nicht umsonst «Insel des ewigen Frühlings» genannt. Besonders im Süden des Eilands herrscht vorwiegend subtropisches Klima, das die einzigartige Vegetation begünstigt. Kein Wunder, dass hier Arten gedeihen, die sonst nur in Gewächshäusern zu finden sind. «Zu den Pflanzen, die auf Madeira heimisch sind, gehören die Lorbeergattungen Barbusano apollonias und Laurus novocanariensis und der Madeira-Lorbeer Persea indica», erklärt Marco und deutet auf die immergrünen Bäume im Hotelgarten. Im Farbenspiel der Gartenanlage mischen außerdem üppige Kamelien, Sukkulenten, duftender Jasmin sowie traumhafte Hortensien, Strelitzien und Chrysanthemen mit.

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