02.07.2019, 08.50 Uhr

Nurejew - The white crow: Ralph Fiennes in München: Bewegender Auftritt eines Weltstars

Festivalchefin Diana Iljine lässt ihren Star Ralph Fiennes bei den Interviews nicht im Regen stehen

Festivalchefin Diana Iljine lässt ihren Star Ralph Fiennes bei den Interviews nicht im Regen stehen Bild: ili/spot/spot on news

Ralph Fiennes (56, "Harry Potter") wurde am Montagabend beim Filmfest München mit dem CineMerit Award ausgezeichnet. Der Hollywood-Star nahm die Auszeichnung für sein Lebenswerk - und seine "enorme Wandelbarkeit als Schauspieler" (Festivalchefin Diana Iljine, 54) - ungewöhnlich aufgeregt und gerührt entgegen. Da hatte er den roten Teppich im Regen schon hinter sich.

Auf dem roten Teppich

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Als Ralph Fiennes seinen Red-Carpet-Auftritt begann, regnete es noch nicht. Und so tigerte der Filmstar die Reihen der Fotografen und Journalisten entlang, posierte und beantwortete geduldig alle Fragen. "Die Auszeichnung freut mich sehr. Als Filmemacher arbeiten wir hart dafür, diese Träume entstehen zu lassen. Entsprechend wertvoll sind Anerkennungen wie diese. Es ist wirklich eine große Ehre, diesen Preis zu erhalten", sagte er der Nachrichtenagentur spot on news.

Dann setzte der Regen ein. Den britischen Schauspieler störte das zwar nicht weiter. Einen Schirm brauche er nicht, gab er zu verstehen. Doch Gastgeberin Diana Iljine ließ ihren Star natürlich nicht im Regen stehen und schützte ihn gern persönlich.

So konnte er unbehelligt von den Münchner Wetterkapriolen noch eine Frage zu seinem neuen Film beantworten, der im Anschluss an die Preisverleihung Premiere feierte. In dem Biopic "Nurejew - The White Crow" (Kinostart: 26. September) über die russische Ballett-Ikone Rudolf Nureyev (1938-1993, im Film gespielt von Oleg Ivenko) verkörpert Fiennes den Ballettmeister Alexander Ivanovich Puschkin (1907-1970). Nach seinen eigenen Tanz-Fähigkeiten gefragt, gab er lachend zu: "Sie sind wirklich nicht sehr gut. Ich bin kein Tänzer - möchten Sie es testen?"

Bei der Preisverleihung

Für die Preisverleihung im großen Saal des Münchner Gasteigs hatte man sich dann etwas Besonderes einfallen lassen. Moderator Michael Stadler und Schauspielerin Luise Deborah Daberkow vom Münchner Volkstheater spielten fünf Szenen aus berühmten Fiennes-Filmen nach - und das Publikum sollte die Titel erraten. Dafür ernteten die beiden nicht nur jede Menge Applaus, sondern später auch großes Lob von Fiennes: "Und euch beiden will ich sagen, wie sehr mir eure Performance meiner Filme gefallen hat! Ich hätte es selbst nicht besser machen können", schwärmte er auf der Bühne.

Zu Beginn seiner kurzen Dankesrede reagierte er aber erstmal auf den ebenfalls zuvor gezeigten Clip mit einem Zusammenschnitt vieler seiner Rollen. "Es war sehr bewegend, diesen Clip anzusehen", sagte er, nachdem er den Preis in den Händen hielt. Der sichtlich gerührte Schauspieler musste sogar eine kleine Pause machen, bis er weitersprechen konnte. "Es ist eine große Ehre [...] und ich schätze diesen Preis sehr", sagte Fiennes dann vor allem auch im Hinblick auf seine Vorgänger.

Doch auch der Ort, an dem ihm die Auszeichnung für sein Lebenswerk überreicht wurde, rührte ihn sehr: "Zum ersten Mal kam ich 1986 hierher. Damals war ich Schauspieler der neuen 'The Shakespeare Company'." Sie seien zum Gasteig gebracht worden, um dort aufzutreten. Es war Fiennes' "Premiere als Elfenkönig" im "Sommernachtstraum" - und "ich glaube, es war sogar in diesem Saal", erinnerte er sich. "Ich bin überglücklich, wieder hier zu sein. Danke!"

Unter tosendem Applaus verließ er die Bühne und gab sie damit für die Premiere seines neuen Films "Nurejew - The White Crow" frei...

Ehrenpreis mit guter Tradition

Der Ehrenpreis wird seit 1997 an herausragende Persönlichkeiten der Filmwelt vergeben. Am Samstag ging der erste Ehrenpreis in diesem Jahr an den spanischen Schauspieler Antonio Banderas (58, "Leid und Herrlichkeit", Kinostart: 25. Juli). Im vergangenen Jahr hatten Festivalbesucher, Fans, Fotografen und Journalisten ebenfalls viel Freude an Emma Thompson (60, "Late Night") und Terry Gilliam (78, "The Man Who Killed Don Quixote"), 2017 wurde Schauspieler Bryan Cranston (63, "Breaking Bad") geehrt.

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