17.05.2019, 12.32 Uhr

Milla Jovovich: Not-Abtreibung im 4. Monat! Schauspielerin legt traumatische Beichte ab

Milla Jovovich hatte eine Abtreibung im 4. Monat.

Milla Jovovich hatte eine Abtreibung im 4. Monat. Bild: dpa

US-Schauspielerin Milla Jovovich (43) hat erstmals über eine Not-Abtreibung vor zwei Jahren gesprochen. Sie habe im vierten Monat der Schwangerschaft vorzeitige Wehen bekommen, als sie in Osteuropa einen Film gedreht habe. Bei dem Eingriff habe sie die ganze Zeit wachbleiben müssen.

Milla Jovovich legt Beichte über Not-Abtreibung im 4. Monat ab

"Es war einer der entsetzlichsten Momente, die ich jemals erlebt habe. Ich habe immer noch Albträume deshalb. Ich war alleine und hilflos", schrieb Jovovich ("Das Fünfte Element") am Mittwoch (Ortszeit) auf Instagram. Sie sei danach in eine regelrechte Depression gefallen und habe nur durch harte Arbeit einen Ausweg gefunden. "Zum Glück konnte ich mich selbst aus dieser Hölle befreien, aber die Erinnerung daran wird mich bis an mein Lebensende begleiten", schreibt sie auf Instagram. Jovovich wolle mit ihrer Geschichte Frauen Mut machen.

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I don’t like to get political and I try to only do it if a really have to and this is one of those times. If someone doesn’t want to continue reading, you have been warned. Our rights as women to obtain safe abortions by experienced doctors are again at stake. Last Tuesday, Georgia Governor Brian Kemp signed a draconian bill into law that outlaws all abortions after six weeks — before most women even realize they’re pregnant — including in cases of RAPE OR INCEST. This makes Georgia the sixth state to pass such a restrictive six-week abortion ban, joining Ohio, Mississippi, Kentucky, Iowa, and North Dakota. These laws haven’t been passed yet, but lawmakers in these states are trying. Abortion is hard enough for women on an emotional level without having to go through it in potentially unsafe and unsanitary conditions. I myself went through an emergency abortion 2 years ago. I was 4 1/2 months pregnant and shooting on location in Eastern Europe. I went into pre term labor and told that I had to be awake for the whole procedure. It was one of the most horrific experiences I have ever gone through. I still have nightmares about it. I was alone and helpless. When I think about the fact that women might have to face abortions in even worse conditions than I did because of new laws, my stomach turns. I spiraled into one of the worst depressions of my life and had to work extremely hard to find my way out. I took time off of my career. I isolated myself for months and had to keep a strong face for my two amazing kids. I started gardening, eating healthier and going to the gym everyday because I didn’t want to jump into taking anti depressants unless I had tried every other alternative. Thank God I was able to find my way out of that personal hell without turning to medication, but the memory of what I went through and what I lost will be with me till the day I die. Abortion is a nightmare at its best. No woman wants to go through that. But we have to fight to make sure our rights are preserved to obtain a safe one if we need to. I never wanted to speak about this experience. But I cannot remain silent when so much is at stake. #prochoice #prochoicegeneration

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#prochoice und #YouKnowMe auf Instagram: Auch andere Stars berichten von Abtreibungen

Milla Jovovich ist bei weitem nicht die einzige Prominente, die sich aktuell zu dem Abtreibungsverbot in Alabama äußert und von eigenen Erfahrungen berichtet. Unter den Hashtag #prochoice und #YouKnowMe finden sich Dutzende Statements zum Thema Abtreibung und dem Recht der Frau, selbst über ihren Körper zu bestimmen. So äußerten sich unter anderem auch die Schauspielerinnen Busy Philipps und Clementine Ford sowie Filmregisseurin Ava DuVernay.

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There is an attack on women happening in this country right now. I won't be silent and I have no shame about my personal choice. I am 1 in 4. #youknowme I know there is power in sharing our stories. I know it. There is also power in following and donating to some of the organizations doing work to try to stop these draconian laws from going into effect: @prochoiceamerica @plannedparenthood @yellowfund @reprorights

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This is the truth. . #youknowme #abortionishealthcare #abortionisnormal #banningabortionkills

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Jovovich-Beichte folgt auf Gesetz über Abtreibungsverbot in Alabama

Alabamas Gouverneurin hat das umstrittene Gesetz unterzeichnet, mit dem Abtreibungen in dem US-Bundesstaat in fast allen Fällen verboten werden sollen - selbst nach Vergewaltigungen. Die Republikanerin Kay Ivey setzte am Mittwoch erwartungsgemäß ihren Namen unter das zuvor bereits von Alabamas Senat und Abgeordnetenhaus verabschiedete Gesetz, das so jedoch kaum in Kraft treten dürfte. Es sieht Strafen von bis zu 99 Jahren Haft für Ärzte vor, die Abtreibungen vornehmen. Auch Schwangerschaften, die durch Inzest zustande kamen, sollen nicht mehr straffrei abgebrochen werden dürfen. Dies wäre - wie auch nach Vergewaltigungen - nur erlaubt, wenn akute Gesundheitsgefahr für die Mutter bestünde.

Abtreibungsverbot tritt voraussichtlich nicht in Kraft

Das Gesetz wird aller Voraussicht nach nicht in Kraft treten, weil es gegen die bisherige Rechtssprechung des höchsten US-Gerichts verstößt. Die Gouverneurin räumte in einer Stellungnahme ein, das Gesetz "könnte nicht durchsetzbar" sein.

Abtreibungen sind bisher im ganzen Land erlaubt

Der Supreme Court hatte 1973 Abtreibungen im gesamten Land erlaubt. Die Befürworter des neuen Gesetzes in Alabama zielen darauf ab, dass die Angelegenheit im höchsten US-Gericht erneut behandelt wird. Sie hoffen, dass die Regelung aus den Siebziger Jahren mit der unter Präsident Donald Trump veränderten, nun konservativen Richtermehrheit des Supreme Courts ins Wanken geraten könnte.

"Die Väter dieses Gesetzes glauben, dass es für den Supreme Court an der Zeit ist, diese wichtige Angelegenheit wieder anzugehen, und sie glauben, dass dieses Gesetz die beste Gelegenheit bietet, dass dies passiert", heißt es in der Stellungnahme der Gouverneurin. Allerdings sind in Alabama bereits gerichtliche Klagen gegen das Gesetz angekündigt.

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fka/bua/news.de/dpa
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