14.03.2019, 18.26 Uhr

Helene Fischer: Schlager-Queen von Neonazis bedroht?

Helene Fischer soll zu den Opfern der Drohschreiben gehören.

Helene Fischer soll zu den Opfern der Drohschreiben gehören. Bild: dpa

Es geht um über 100 Droh-E-Mails, die in den vergangenen Wochen bei zahlreichen Behörden, Politikern, Anwälten und auch Prominenten eingegangen sind. Die Absender blieben anonym, unterzeichnet wurden die Mails laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" aber mit "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht".

Droh-E-Mails gegen deutsche Politiker, Anwälte und Promis - darunter mutmaßlich auch Helene Fischer

Mitte Januar hatten mehrere deutsche Gerichte Bombendrohungen von der angeblichen "nationalsozialistischen Offensive" bekommen. Die E-Mails waren Teil einer Serie von Drohungen, wegen denen Justizgebäude in mehreren Städten vorübergehend geräumt wurden. Die Polizei setzte Sprengstoffhunde ein, fand aber nichts Verdächtiges. Die Hintergründe waren unklar.

Laut SZ waren die Schreiben persönlich adressiert, aber von verschiedenen Mail-Konten verschickt worden. Die Wortwahl sei sehr ähnlich gewesen, weshalb die Ermittler einen Zusammenhang vermuten. Ob es jedoch immer dieselben Personen waren oder eventuell auch Trittbrettfahrer dabei seien, ist aktuell unklar.

Wurde Helene Fischer von Neonazis bedroht?

Helene Fischer könnte ins Visier der Neonazis geraten sein, nachdem sie sich nach den Ausschreitungen in Chemnitz kritisch geäußert hatte."Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist - das sollte uns stolz machen", schrieb sie damals auf ihrem Instagram-Account. Bei einem anschließenden Konzert in Berlin wurde der Schlagerstar konkreter: "Erhebt gemeinsam mit mir die Stimme. Gegen Gewalt. Gegen Fremdenfeindlichkeit. Und lasst uns gemeinsam dieses Lied singen: 'Wir brechen das Schweigen' - hier in Berlin. Seid ihr mit mir?"

Verfahren wegen räuberischer Erpressung und Volksverhetzung angestrebt

"Seit einem Beschluss aller deutschen Generalstaatsanwälte am 21. Januar laufen die Ermittlungen gebündelt", erklärte die "Süddeutsche Zeitung" in ihrem Bericht. Die Berliner Staatsanwaltschaft strebt nun ein Sammelverfahren gegen unbekannt an. "Unter dem Aktenzeichen 231 UJs. 181/19 geht es um den Vorwurf der räuberischen Erpressung, der Volksverhetzung und der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten", ist in der SZ zu lesen.

Absender der Droh-E-Mails wollen Bürger "auf offener Straße exekutieren"

Die Ermittler nehmen die Droh-E-Mails aufgrund der mitunter sehr drastischen Ausdrucksweise der Absender sehr ernst. So habe laut "Süddeutscher Zeitung" in einem Schreiben an dieBundestagsabgeordnete Martina Renner am Dienstag gestanden, manwolle zukünftig Briefbomben verschicken und Bürger"auf offener Straße exekutieren".

Helene Fischer nimmt sich Auszeit und schweigt

Helene Fischer nimmt sich derzeit eine Auszeit.Bislang hat die Schlagersängerin keine Tour und auch kein neues Album für 2019 geplant. Im Terminkalender der Ex-Freundin von Florian Silbereisen herrscht Leere. Der letzte Beitrag beim Foto- und Videonetzwerk Instagram datiert vom 13. Januar.

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fka/kad/news.de/dpa
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