27.02.2019, 13.15 Uhr

Bohemian Rhapsody: Oscars 2019: Darum wurde Rami Maleks Dankesrede in China zensiert

Rami Malek herzt den Oscar, der ihm für seine Darstellung als Freddie Mercury überreicht wurde

Rami Malek herzt den Oscar, der ihm für seine Darstellung als Freddie Mercury überreicht wurde Bild: Theresa Shirriff/AdMedia/spot on news

Es ist der bisherige Höhepunkt in der Karriere von Schauspieler Rami Malek (37, "Mr. Robot"): Am Morgen des 25. Februars nahm er den Oscar als "Bester Hauptdarsteller" für seine Rolle als Freddie Mercury in "Bohemian Rhapsody" entgegen. Doch das chinesische Publikum bekam eine leicht, in seiner Aussage aber gravierend, veränderte Dankesrede zu hören. Denn der chinesischen Streamingseite "Mango TV" war der Begriff "schwuler Mann" offenbar ein Dorn im Auge und ersetzte ihn kurzerhand mit "spezielle Gruppe", heißt es beim US-Branchenblatt "The Hollywood Reporter".

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Eigentlich hatte Malek seine Rede genutzt, um jungen Menschen, die Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität und Identität haben, Mut zu machen: "Hört zu, wir haben einen Film über einen schwulen Mann gemacht, einen Immigranten, der sein Leben gelebt hat, ohne sich dafür zu schämen", so Malek. Für die Entscheidung, diese wichtige Botschaft im Übersetzungstext abzuändern, hagelt es laut der Seite nun massive Kritik für den Streaminganbieter.

Film läuft dennoch an

Umso überraschender, dass "Bohemian Rhapsody" ebenfalls laut "The Hollywood Reporter" dennoch ab März in China anlaufen soll. Demnach sei die Erlaubnis, den Film zeigen zu dürfen, frisch an diesem Mittwoch (27. Februar) erteilt worden. Bislang bannte Peking sehr häufig Filme, in denen es um homosexuelle Figuren geht. Etwa "Call Me By Your Name" oder "Brokeback Mountain". Daher scheint es zumindest realistisch, dass auch beim Film nicht immer originalgetreu übersetzt wird...

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