07.09.2018, 18.14 Uhr

Alfred Biolek im Interview: Star-Koch spricht offen über Tod und Abschied

Fernsehlegende Alfred Biolek bei der Deutschland-Premiere des Musicals

Fernsehlegende Alfred Biolek bei der Deutschland-Premiere des Musicals "Carmen La Cubana". Bild: picture alliance/Henning Kaiser/dpa

Im Interview mit der "Bild"-Zeitung sprach Talk- und Kochshow-Pionier Alfred Biolek über das Alter und sein Leben, auf das er glücklich zurückblickt. Das Interview wurde im Rahmen des neuen Biolek-Kochbuchs "Die Rezepte meines Lebens" veröffentlicht.

Alfred Biolek spricht über seinen Abschied vom Leben und über den Tod

Alfred Biolek hat nach eigenen Worten keine Angst vor dem Tod. "Wenn er kommt, dann kommt er. Und in meinem Alter darf der Tod auch zu mir kommen", sagte der 84-Jährige der "Bild"-Zeitung. Für mehr als ein Jahr im Voraus möchte er keine Pläne mehr machen. Und hat das Alter auch gute Seiten? "Ja, bestimmt", sagte Biolek. "Aber welche, weiß ich gerade nicht. Mir fällt spontan nichts ein, das mit 84 besser ist als mit 48. Aber sehr viel schlechter ist das Leben im Alter auch nicht. Ich bin vielleicht gelassener."

Die aktuelle Politik macht den 84-Jährigen jedoch wütend: "Das, was in Deutschland teilweise passiert, finde ich schlimm. Dass die Rechten wieder aktiv werden. Und der Trump und so", sagte der frühere TV-Moderator ("Bio's Bahnhof", "Boulevard Bio"). Vielleicht könnten die Menschen nicht aus der Geschichte lernen.

Entertainer Alfred Biolek hat nicht mehr genug Energie

Biolek gilt mit seiner Show "alfredissimo!" (1994-2006) als Vorreiter von Kochshows im deutschen Fernsehen. Im Jahr 2010 zog er sich bei einem Sturz von einer Wendeltreppe schwere Verletzungen zu, fiel ins Koma und hatte Erinnerungslücken. Kochen könne er heute kaum mehr: "Ich schneide die Zwiebeln oder rühre ein wenig. Mehr schaffe ich nicht."

Damit hat sich der Entertainer aber abgefunden. "Ich akzeptiere, dass meine Kräfte nachlassen", sagt er. Dennoch sei er "sehr glücklich" mit seinem Leben, sagte Biolek: "Ich blicke ausschließlich mit positiven Gedanken zurück." Er lebe zu einem großen Teil von seinen Erinnerungen. "Das finde ich toll. Meine Erinnerungen tragen mich bis heute."

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scs/kns/news.de/dpa
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