06.08.2018, 11.43 Uhr

Niki Lauda: Lungentransplantation! Lauda auf dem Weg der Besserung

Schocknachricht für alle Formel-1-Fans: Niki Lauda (69, "Reden wir über Geld") musste am Donnerstag eine schwierige Operation über sich ergehen lassen.

Krankenhaus: Niki Lauda auf dem Weg der Besserung

Niki Lauda ist nach Angaben des Krankenhauses nach seiner Lungentransplantation auf dem Weg der Besserung. Bereits 24 Stunden nach der Operation sei der 69-Jährige bei vollem Bewusstsein gewesen, teilte das Allgemeine Krankenhaus (AKH) am Montag mit. "Er konnte extubiert werden und selbstständig atmen. Seither kam es zu einer kontinuierlichen Verbesserung, alle Organe funktionieren gut." Das AKH bezeichnete den Verlauf als "sehr zufriedenstellend".

"Österreich 24" hatte bereits am Samstag berichtet, dass der er ehemalige Formel-1-Weltstar Niki Lauda (69) aus dem künstlichen Koma geholt worden sei. Seit 12 Uhr mittags sei der 69-Jährige von der Beatmungsmaschine getrennt worden, Lauda könne also schon wieder eigenständig atmen. Die sogenannte Aufwachphase habe er damit erfolgreich überstanden.

Niki Lauda musste sich Lungentransplantation unterziehen

"Aufgrund einer schweren Lungenerkrankung musste sich Niki Lauda heute einer Lungentransplantation im AKH Wien unterziehen", teilte das Krankenhaus am vergangenen Freitag mit. Walter Klepetko, der Leiter der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie habe die Operation zusammen mit Konrad Hötzenecker "erfolgreich durchgeführt". Der Leiter der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie am Allgemeinen Krankenhaus in Wien sagte in einer Sendung des ORF: "Es ist momentan alles in einem sehr guten Verlauf und wir sind sehr zufrieden". Er rechnete mit einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt.

Rennfahrer-Legende befand sich in schlechtem Zustand

Laudas Gesundheitszustand sei so schlecht gewesen, dass die Transplantation höchste Dringlichkeit hatte, sagte Klepetko. Lauda habe künstlich beatmet werden müssen, und sei deshalb bei der Aufnahme in die Warteliste für eine Lungentransplantation "sofort in die höchste Dringlichkeitskategorie für ein Spenderorgan" gekommen.

Lauda brach nach Medienberichten im Juli einen Urlaub auf Ibiza ab, um sich wegen einer hartnäckigen Sommergrippe in Wien behandeln zu lassen. Nach einigen Tagen im Krankenhaus habe sich zunächst eine Besserung eingestellt. Am Mittwoch schrieb er einem Journalisten der Schweizer Boulevardzeitung "Blick": "Bin bald wieder da, Niki."

Lauda hat bereits zwei Nierentransplantationen hinter sich

Als Spätfolge seines tragischen Unfalls am Nürburgring im Jahr 1976 musste Lauda sich bereits zwei Nierentransplantationen unterziehen. Die erste Niere bekam er 1997 von seinem Bruder Florian, die zweite Niere spendete 2005 seine Lebensgefährtin Birgit. Mit ihr hat Lauda achtjährige Zwillinge - Max und Mia. Aus seiner ersten Ehe hat er zwei Söhne Lukas (39) und Mathias (37).

Die legendäre Karriere von Niki Lauda

Legendär wurde Lauda, weil er nur 42 Tage nach dem Feuerunfall bereits wieder im Cockpit seines Rennwagens saß. Das folgende WM-Duell mit dem Briten James Hunt war 2013 im Film "Rush" im Kino zu sehen. Bei seinem ersten Rennen nach dem Unfall wurde er in Monza Vierter. "Die schnelle Rückkehr gehörte zu meiner Strategie, nicht lange daheim zu sitzen und darüber nachzugrübeln, warum und wieso mir das Ganze widerfahren ist", sagte er später.

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Lauda gewann den WM-Titel dreimal: 1975, 1977 und 1984. Nach seinem Unfall macht er eine roten Kappe zu seinem Markenzeichen. Er trug sie anfangs, damit der Verband auf seiner verbrannten Kopfhaut beim Abnehmen des Rennfahrerhelms nicht verrutschte. Später nutzte er sie als Werbefläche für seine unternehmerischen Aktivitäten.

Nach Rennfahrer-Karriere ist Lauda erfolgreicher Unternehmer

Im Gegensatz zu Hunt, der früh gestorben ist, gelang dem ehrgeizigen Wiener aus einer Industriellenfamilie ein bruchloser Übergang in ein Leben als erfolgreicher Unternehmer. Der begeisterte Pilot gründete mit Lauda Air seine eigene Fluglinie. Die Fluglinie wurde Ende der 1990er Jahre an den Konkurrenten Austrian Airlines (AUA) verkauft. 2003 ging er mit einer neuen Flotte unter dem Namen "Niki" an den Start.

Bei Niki stieg ihr streitlustiger Gründer 2011 aus und überließ Air Berlin das Ruder. Mit der Firma Laudamotion ist er Anfang 2016 ins Geschäft mit Privatjets eingestiegen. Nach den Pleiten von Air Berlin und Niki übernahm er das Ruder bei Niki aber erneut und brachte das Unternehmen unter dem Namen Laudamotion erneut an den Start. Wenig später holte er Ryanair als neuen Anteilseigner ins Boot.

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