10.07.2015, 09.09 Uhr

Christian Audigier verstorben: "Ed Hardy"-Designer begeisterte Stars mit seinen Mode-Kollektionen

Modemacher Christian Audigier stirbt mit nur 57 Jahren an den Folgen von Krebs.

Modemacher Christian Audigier stirbt mit nur 57 Jahren an den Folgen von Krebs. Bild: spot on news

Christian Audigier ist tot: Designer stirbt an Krebs

Der französische Mode-Unternehmer Christian Audigier erlag im Alter von 57 Jahren seinem Krebsleiden im Cedars-Sinai Krankenhaus in Los Angeles. Das bestätigte sein langjähriger Pressesprecher. Wie die Entertainment-Website "Just Jared" weiter meldet, wurde im Januar 2015 bei dem ehemaligen "Ed-Hardy"- und "Von Dutch"-Chefdesigner Knochenmarkskrebs diagnostiziert. Eine Knochenmarktransplantation im April schien Audigiers Zustand kurzfristig verbessert zu haben. Doch vor kurzem wurde er wieder ins Krankenhaus eingeliefert und fiel dort ins Koma.

Audigier hinterlässt seine Frau Ira und vier Kinder. Bekannt wurde er vor allem ab dem Jahr 2000 mit seinen Tattoo-ähnlichen "Ed Hardy"-Designs: Totenköpfe, Rosen und Tiger zierten die Kleidungsstücke. 2011 verkaufte er das Unternehmen für rund 62 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 56 Millionen Euro).

Werdegang des französischen Modedesigners

Aufgewachsen ist der gebürtige Franzose unter schwierigen familiären Bedingungen. So war er früh darauf angewiesen, sein eigenes Geld zu verdienen. Im Alter von nur 16 Jahren wurde Audigier auf Grund seines verkäuferischen Talents von einem Jeans-Label entdeckt. Während seiner Karriere entwarf Christian Audigier für zahlreiche große Modelabels, darunter auch Marken wie "Diesel", "Lee", "Levi's" und "Von Dutch".

Christian Audigiers Durchbruch

Den Durchbruch schaffte der Unternehmer als Chefdesigner von "Von Dutch", wo er vor allem mit seinen außergewöhnlichen Baseballmützen, eigentlich typische Trucker Mode, einen modischen Trend setzte. Keine geringere als Britney Spears verhalf dem Designer zum Weltruhm. Denn für Werbung fehlte Audigier das Geld, aber als die Pop-Prinzessin an seinem Laden vorbeikam, drückte er ihr eine seiner Mützen in die Hand. Die Sängerin findet Gefallen an dem Geschenk, zahlreiche weitere Hollywoodprominente folgten dem Trend und Audigier wurde selbst zum Star. Inspiration holte sich Christian Audigier vor allem von der Mode des White Trash und des Rock'n Roll.

Dennis Rodman hier mit einer

Dennis Rodman hier mit einer "Ed-Hardy" Mütze. Bild: dapd

Das "Ed-Hardy -Shirt"

Nach Audigiers Ausstieg bei "Von Dutch" suchte der Star-Designer nach neuen Ideen. Das "Ed-Hardy"- T-Shirt entstand. Der Siegeszug für die Tattoo-Shirts begann 2005, als Madonna auf einer Reise ins afrikanische Malawi ein T-Shirt mit einem Piratenmotiv und dem Marken-Schriftzug trug. Stars wie Pamela Anderson, David Hasselhoff, Snoop Doggy Dog und die sonst so dezent gekleidete Nicole Kidman folgten. Auf dem Höhepunkt des Ed-Hardy-Booms hielt sogar Hillary Clinton im Rahmen ihrer Präsidentschaftskandidatur 2008 ein buntes T-Shirt in die Kameras, neben ihr grinste Chefdesigner Christian Audigier sein grellweiß gebleachtes Siegerlächeln.

Nach dem Hoch folgt der Fall der Marke "Ed-Hardy"

"Ed-Hardy" entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem unüberschaubaren Gemischtwarenunternehmen, das mit Parfums, Duftbäumen, Aktenordnern, Autofußmatten, Wasser, Wein, Champagner, Energy-Drinks und Uhren den Markt überschwemmt. So verfiel das Image der Marke "Ed-Hardy" mehr und mehr. Mittlerweile wird die Marke bei den Konsumenten als "eklig", "billig" oder gar als "Hartz-IV-Trend" bezeichnet.

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