24.09.2014, 13.51 Uhr

Clemens Schick: Die berühmtesten Outings der Stars

Thomas Hitzlsperger, Jodie Foster und Ricky Martin haben sich geoutet

Thomas Hitzlsperger, Jodie Foster und Ricky Martin haben sich geoutet Bild: [M] ddp images/AP Images/spot on news

Schauspieler Clemens Schick (42, "Casino Royale") war das Versteckspiel leid: Im Interview mit der Zeitschrift "Gala" outete sich der Deutsche als schwul. "Ich bin der, der ich bin. Und wer damit ein Problem hat ... so what", stellte er klar. Die Liste der Stars, die sich öffentlich zu ihrer Homosexualität bekennen, wird immer länger. Auch wenn es ihnen dabei vor allem um ihre persönliche Freiheit gehen dürfte, setzen sie mit ihren Bekenntnissen wichtige Zeichen gegen Homophobie und für mehr Toleranz.

Thomas Hitzlsperger

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Genau darum ging es etwa auch dem ehemaligen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, der Anfang des Jahres via "Die Zeit" sein Coming-out gab. "Ich äußere mich zu meiner Homosexualität, weil ich die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern voranbringen möchte", sagt der 31-Jährige damals. Der ehemalige Sportler hatte seine Fußballschuhe unter anderem für den VfB Stuttgart und den VfL Wolfsburg geschnürt. Im Interview bezeichnet er den Weg zur Erkenntnis schwul zu sein, als einen langwierigen Prozess. "Erst in den letzten Jahren dämmerte mir, dass ich lieber mit einem Mann zusammenleben möchte", berichtet der 52-fache Nationalspieler und stellte klar:"Homophobe Menschen haben jetzt einen Gegner mehr."

Ian Thorpe

Wenige Monate nach Hitzlsperger bekam Schwimm-Olympiasieger Ian Thorpe (31) viel Lob und Anerkennung für sein öffentliches Outing. Im Interview mit dem australischen Privat-Fernsehsender "Channel Ten" antwortet er auf die Frage, ob er schwul sei, mit einem "Ja". Hinterher bedankte er sich via Twitter: "An alle, die mir eine Unterstützungs-Nachricht geschickt haben: Ich danke euch von Herzen." Jahrelang hatte er sich zuvor gegen die Gerüchte um seine Homosexualität gewehrt.

Klaus Wowereit

Wahrlich legendär sind jene Worte, die Berlins Noch-Bürgermeister Klaus Wowereit 2001 auf einem Sonderparteitag sprach. "Ich bin schwul und das ist auch gut so", outete er sich. Seit 1993 ist er mit seinem Partner liiert. Sein Bekenntnis wurde damals auch als "Feldversuch" in Sachen Toleranz unter Politikern gewertet. Schaden nahm die Karriere Wowereits hinterher sich nicht, die "Welt" schrieb: "Mit einem Schlag katapultierte sich Wowereit 2001 vom unbekannten Lokalpolitiker zum A-Prominenten."

Ricky Martin

Lange Zeit wusste niemand, dass der Latino-Frauenschwarm Ricky Martin (42, "Música + Alma + Sexo") homosexuell ist. Er outete sich erst im Jahr 2010, nachdem er jahrelang erfolgreich als Sänger im Showgeschäft war. Martin hatte sein Coming Out auf seiner Website. Offenbar rieten ihm Freunde und Kollegen in den Jahren davor, sich nicht zu outen, um seiner Karriere nicht zu schaden. 2008 wurde Martin mit Hilfe einer Leihmutter Vater von Zwillingssöhnen.

Wentworth Miller

Er war der Frauenschwarm in der US-Erfolgsserie "Prison Break", doch Wentworth Miller (42) steht privat nur auf Männer. Während er 2007 noch Gerüchte über seine Homosexualität dementiert hatte, outete er sich im letzten Jahr offiziell als schwul. Den Ausschlag für sein Outing gab demnach eine Einladung zum St. Petersburg International Film Festival. "Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Einladung, doch als homosexueller Mann muss ich absagen", schrieb Wentworth. "Ich bin zutiefst erschüttert von der Haltung und dem Umgang mit homosexuellen Männern und Frauen durch die russische Regierung. Die Situation ist in keinster Weise akzeptabel und ich kann nicht mit gutem Gewissen an einem feierlichen Anlass in einem Land teilnehmen, in dem Menschen wie mir systematisch die Grundrechte, offen zu leben und zu lieben, entzogen werden."

Jodie Foster

Auf andere Art bemerkenswert war das Coming-out von Hollywood-Star Jodie Foster (51, "Das Schweigen der Lämmer"). Jahrelang lebte sie an der Seite der Filmproduzentin Cydney Bernard, 2007 sprach sie eine erste öffentliche Liebesbekundung aus. Das allerdings geriet wohl in Vergessenheit, denn nachdem sich Foster 2013 bei den Golden Globes in einer Rede erneut bei ihrer langjährigen Lebensgefährtin bedankte, feierten das einige Medien als öffentliches Outing. Das eigentlich bemerkenswerte waren nur die etwas verschachtelten Worte der Schauspielerin: "Das hier ist keine Coming-out-Rede, denn mein Coming-out hatte ich schon vor etwa 1000 Jahren, damals in der Steinzeit."

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