02.07.2014, 11.14 Uhr

Skin-Bleaching: Warum dunkelhäutige Stars immer weißer werden

Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist

Beim Wort Bleaching denken Normalverbraucher für gewöhnlich an das Aufhellen gelblich verfärbter Zähne. Doch nicht nur die können mittlerweile dank Bleaching in neuer Helligkeit erstrahlen. Der Schönheitstrend hat sich nämlich auch auf andere Körperregionen ausgedehnt, genauer gesagt auf das größte Organ des Menschen: die Haut.

Bei Lil Kim ist der Unterschied kaum zu übersehen: Ihre Haut ist heute deutlich heller als früher.

Bei Lil Kim ist der Unterschied kaum zu übersehen: Ihre Haut ist heute deutlich heller als früher. Bild: news.de-Montage (dpa)

Weiß ist das neue Braun: Rihanna und Beyoncé unter Bleaching-Verdacht

Nimmt man den ein oder anderen dunkelhäutigen Hollywood-Star einmal genauer unter die Lupe, fällt einem schnell auf, dass überraschend viele von ihnen längst nicht mehr so dunkel sind wie noch zu Beginn ihrer Karriere. So ranken sich etwa um die Sängerinnen Rihanna und Beyoncé in konstanter Regelmäßigkeit Gerüchte über eine vermeintliche Hautaufhellung.

Beide haben aufgrund ihrer Abstammung - Beyoncé hat afrikanische, Rihanna barbadische Wurzeln - eher dunkle Haut. Doch mit der Zeit wurde diese um einige Nuancen heller. Ein Trend, der keine Ausnahmeerscheinung mehr ist. Denn Blass ist das neue Braun, und um diesem Schönheitsideal auch Rechnung zu tragen, ist um das sogenannte Skin-Bleaching eine ganz Industrie entstanden.

Whitening-Industire boomt: Immer mehr Promis lassen sich aufhellen

Mit Bleichmitteln für die Haut wird mittlerweile sogar mehr Umsatz gemacht als mit Bräunungsmitteln. Vor allem in Japan, Indien und Afrika boomt das Geschäft mit den Cremes. Und auch Hollywood mischt mit. Zuletzt sorgte das kenianische Model Vera Sidika mit dem Geständnis für Aufsehen, sich die Haut gebleicht zu haben.

Seitdem sei sie viel besser im Geschäft, rechtfertigte sich die 24-Jährige nach einem Aufschrei in der Öffentlichkeit. Deshalb greifen wohl auch noch viel berühmtere Stars auf die Whitening-Methode zurück. Für sie reicht es nicht, sich per Photoshop aufhellen zu lassen - und selbst das ist schon oft genug passiert. Nein, sie wollen auch in natura blasser wirken, als sie es eigentlich sind.

Auch Beyoncé scheint zu Beginn ihrer Solokarriere noch einen etwas dunkleren Teint gehabt zu haben.

Auch Beyoncé scheint zu Beginn ihrer Solokarriere noch einen etwas dunkleren Teint gehabt zu haben. Bild: news.de-Montage (dpa)

Michael Jackson: Ließ ihn eine Krankheit blass werden oder half er nach?

So soll auch Rapperin Lil Kim zu Bleichmitteln gegriffen haben, um ihren Teint aufzuhellen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es wie in den meisten dieser Fälle nicht. Doch die Vermutung liegt nicht nur wegen ihres deutlich helleren Aussehens nahe. Auch diese Tatsache spricht dafür: An der Schauspielerin, die Lil Kim in einem Bio Pic über Notorious BIG verkörpern sollte, hatte die Rapperin vor allem eines aussetzen - sie sei zu schwarz.

Bis heute wird Michael Jackson als das wohl bekannteste, weil extremste Beispiel dieses Trends angeführt. Als Teenager noch mit tiefbrauner Haut war die spätere Hautaufhellung bei ihm nicht zu übersehen. Jackson selbst bestritt, damit einem westlichen Schönheitsideal nachzueifern und schob seine zuletzt kalkweiße Haut auf eine Erkrankung namens Vitiligo.

Skin-Bleaching nicht ohne Risiko, Gefahr von Hautkrebs steigt

Dabei handelt es sich um eine Pigmentstörung, die durch weiße Hautflecken gekennzeichnet ist, die sich allmählich ausbreiten können. Experten bezweifeln jedoch bis heute, dass die Krankheit im Falle Jackson zur kompletten Bleichung geführt hat. Diese künstlich herbeizuführen, birgt einige Risiken, kann neben Hautirritationen sogar zu Hautkrebs führen. Doch einige Stars nehmen das offenbar in Kauf.

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fro/news.de
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