13.06.2014, 11.27 Uhr

Pleiten, Drogen, Selbstmord: Die 3 schlimmsten Schlager-Abstürze aller Zeiten

Von news.de-Redakteur Tobias Rüster

Das Schlager-Universum ist eine Welt voller Glanz und Gloria, voller Glitzer und Sternchen. Der deutsche Schlager steht momentan so gut da wie seit Jahren nicht mehr. Helene Fischer, Andrea Berg, Matthias Reim und Co. grüßen in schöner Regelmäßigkeit von der Spitze der Charts, die Nation grölt statt «Gangnam Style» nun «Atemlos» und die deutschen Barden freuen sich über volle Hallen und Stadion zwischen Nordsee und Zugspitze.

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Doch das Schlagergeschäft hat auch seine Schattenseiten - weit weg von der schillernden Scheinwelt, die es gern vorgibt zu sein. Dem Business hing über viele Jahrzehnte der Ruf an, seine Künstler regelrecht auszusaugen. Alkohol, Kokain, Liebesspiele und Pleiten inklusive. Wir zeigen die drei schlimmsten Schlager-Abstürze aller Zeiten.

Roy Black - Der tragische Suff-Tod des Schwiegermutter-Lieblings

Rex Gildo, Roy Black und Matthias Reim (von Links): drei abgestürzte Schlagersänger.

Rex Gildo, Roy Black und Matthias Reim (von Links): drei abgestürzte Schlagersänger. Bild: news.de-Montage (dpa)

Eigentlich wollte Gerhard Höllerich, so hieß Roy Black mit bürgerlichem Namen, die Welt mit Rock- und Popmusik erobern. Doch daraus wurde nichts. Sicher, die Kunstfigur Roy Black hat Millionen Deutschen glücklich gemacht, er selbst allerdings zerbrach an seinem Image als Schwiergermuttertraum. Aber: Erfolge konnte er nur mit Schmacht-Klassikern wie wie Ganz in Weiß feiern. So wollte seine Fans ihn sehen. Und Höllerich seinerseits konnte oder wollte nicht auf den Ruhm und das damit einhergehende Geld verzichten. An diesem Zwiespalt ging der Sänger und Schauspieler kaputt. Am 9. Oktober 1991 wurde Roy Black tot in seiner Waldhütte gefunden. Eine Obduktion ergab, dass der damals 48-Jährige mehr als drei Promille Alkohol in seinem Körper hatte.

Rex Gildo - Fiesta Mexicana trieb ihn zum Sturz in den Tod

Weshalb Ludwig Franz Hirtreiter, vielen besser bekannt als Rex Gildo, am 23. Oktober 1999 aus einem Fenster seiner Münchner Wohnung stürzte, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass sich Gildo nach einem Streit mit seinem Lebensgefährten das Leben genommen hat. Auch Gildo wurde Opfer seiner Popularität - oder besser gesagt, seiner stets zurück gehenden Popularität. Ausgerechnet seinen Hit Fiesta Mexicana musste er immer und immer wieder singen. Selbst am Tag seines Todes - bei der Eröffnung eines Möbelhaus in Bad Vilbel. Und noch ein Geheimnis konnte Gildo nicht nach Außen kehren: Der Sänger stand nie zu seiner Homosexualität, war stattdessen seit 1974 mit seiner Cousine verheiratet.

Matthias Reim - Der Pleite-Barde bekommt die Kurve

Doch es gibt auch Abstürze, die zwar mit einem gehörigen Schrecken enden, allerdings nicht tödlich ausgehen. Bestes Beispiel: Matthias Reim. Der Sänger mit der blonden Wallemähne feierte Anfang der 1990er Jahre unerhörte Erfolge mit Krachern wie Verdammt, ich lieb' Dich und Ich hab' geträumt von Dir. Doch auch sein Ruhm war vergänglich. Genauso wie sein Geld. Matthias Reim musste 2006 Privatinsolvenz anmelden, weil er 13 Millionen Euro Schulden hatte. Sein Manager soll ihn durch Misswirtschaft in den Ruin getrieben haben. Der hatte sich mit Immobilien verspekuliert. Seit 2010 ist Matthias Reim wieder schuldenfrei. Und auch musikalisch geht es für den mittlerweile 56-Jährigen wieder bergauf. 23 Jahre nach seinem Debüt landet er 2013 zum zweiten Mal auf Platz eins. Auf seinem Album «Unendlich» gibt es neben Eigenkompositionen gecoverte Hits von Ostrock-Bands wie City oder Karat.

Wen es im Schlagergeschäft noch ganz böse erwischt hat, verrät ein Blick in unsere Fotostrecke:

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loc/news.de
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