21.06.2019, 10.37 Uhr

Christopher Street Day: Unfassbar! FDP-Politiker nennt CSD "schwules Zeug"

In Landshut soll im Herbst der erste CSD veranstaltet werden.

In Landshut soll im Herbst der erste CSD veranstaltet werden. Bild: dpa

Riesiger Wirbel um den geplanten Christopher Street Day in Landshut. Im Herbst soll in der bayerischen Stadt erstmals ein CSD über die Bühne gehen. So weit, so unspektakulär, doch ein FDP-Politiker irritiert nicht nur die eigenen Parteifreunde mit diskussionswürdigen Aussagen. Gegenüber der "Landshuter Zeitung" erklärte Albrecht Schöllhorn-Gaar, Mitglied des Landshuter FDP-Kreisvorstands, mit deutlichen Worten, was er von einem CSD in Landshut hält.

FDP-Politiker bezeichnet CSD in Landshut als "schwules Zeug"

"Grundsätzlich finde ich, dass so schwules Zeug keinen Platz bei uns hat.", sagte der FDP-Mann demnach. "Ob so etwas Buntes in unserer bescheidenen Provinz angesagt ist, glaube ich nicht", zitiert ihn das Blatt weiter. Zu Hause könne hingegen jeder treiben, was er will. Die Aussagen riefen vor allem Kopfschütteln hervor. Wie die "Passauer Neue Presse" schreibt, soll der Landshuter FDP-Kreisvorsitzende und der bayerische Generalsekretär der Liberalen Norbert Hoffmann den Rücktritt Schöllhorn-Gaars fordern.

Der erklärte sich daraufhin in der "Landshuter Zeitung": Er habe sich "saudumm geäußert". Zudem sei seine Aussage schlichtweg "falsch rübergekommen". Dennoch legt er noch einmal in Richtung CSD in Landshut nach: "Von den wirklichen Schwulen und Lesben sind da, glaube ich, nur wenige dabei." Vielmehr werde der Umzug überwiegend "von Aktivisten dilettantisch durchgeführt und von politischen Kreisen benutzt". Einen Rücktritt schloss Schöllhorn-Gaar dem Bericht zufolge bislang aus, er verwehrte sich auch dagegen, homophob zu sein.

rut/sba/news.de
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