15.03.2019, 12.30 Uhr

Greta Thunberg: Schwedische Klimaaktivistin für Friedensnobelpreis nominiert

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Laut der norwegischen "Verdens Gang" haben drei Abgeordnete der norwegischen Sozialistischen Linkspartei sich dafür ausgesprochen, dass der 16-jährigen Greta Thunberg der Friedensnobelpreis verliehen wird. Die schwedische Zeitung "Aftonbladet" berichtet, sie sei auch von zwei Politikern aus Schweden nominiert worden. Auf Twitter bedankte sie sich am Donnerstag und schrieb, sie fühle sich sehr geehrt.

"Fridays for Future": Klimaproteste breiten sich aus

Die junge Aktivistin aus Schweden hatte im August 2018 damit begonnen, jeden Freitag den Schulunterricht zu bestreiken, um auf die Risiken und Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen und die schwedische Regierung dazu zu bringen, das Übereinkommen von Paris einzuhalten. Hierzu demonstrierte sie mit einem Schild mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik für das Klima) vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm.

Internationale Bekanntheit erreichte die kämpferische Schülerin, bei der das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde, dann durch ihre bewegende Rede bei der UN-Klimakonferenz 2018, die sich viral im Internet verbreitete.

Für Freitag über 1.650 Schulstreiks weltweit erwartet

Mittlerweile eifern ihr hunderttausende von Schülern in ihrem Schulstreik nach. Für diesen Freitag werden in mehr als 100 Staaten über 1.650 Klimakundgebungen erwartet, knapp 200 davon in Deutschland. Die Organisatoren, zu denen unter anderem auch der prominente Entertainer und Arzt Eckart von Hirschhausen gehört, haben nun den "Global Strike for Future" ausgerufen. Unterstützt wird die Initiative mittlerweile auch von rund 20.000 Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die eine entsprechende Stellungnahme unterzeichnet haben.

Rückendeckung gibt es auch von vielen Eltern der streikenden Schüler. Unter dem Motto "Parents for Future" bitten sie die Schulen darum, auf disziplinarische Maßnahmen wie etwa Schulverweise zu verzichten, wenn Schüler dem Unterricht fernbleiben um für den Klimaschutz zu protestieren.

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Greta Thunberg: "Bei diesem Kampf ist kein Ende in Sicht"

Thunberg selbst gibt sich weiterhin kämpferisch und will weitermachen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie, es gebe nirgends Anzeichen für ein Umdenken hin zu mehr Klimabewusstsein, obwohl die Emissionen weiterhin anstiegen: "Warum in aller Welt sollten wir jetzt damit aufhören? Wir haben noch nicht mal angefangen," so Thunberg. "Bei diesem Kampf ist kein Ende in Sicht."

Erfahren Sie mehr: Weltwetterorganisation warnt - Erde wird immer wärmer mit extremen Folgen.

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sit/jat/news.de/dpa
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