01.03.2019, 07.21 Uhr

News-Ticker zu Greta Thunberg in Hamburg: Klimaktivistin lobt: Deutsche Schulstreiks stimmen mich hoffnungsvoll

Klimaaktivistin Greta Thunberg kommt nach Hamburg.

Klimaaktivistin Greta Thunberg kommt nach Hamburg. Bild: dpa

Die 16-jährige Greta Thunberg demonstriert seit dem vergangenen August vor dem Reichstag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm für mehr Klimaschutz. Durch ihre Aktion ist sie weit über die Grenzen Schwedens hinaus bekannt geworden.

Schüler demonstrieren gegen Klimawandel

Nach ihrem Vorbild gehen mittlerweile Zehntausende Schüler in verschiedenen Ländern freitags nicht mehr zur Schule, sondern demonstrieren. Sie fordern die Politik ihres jeweiligen Landes damit auf, sich stärker fürs Klima einzusetzen. Vor allem in Deutschland und Belgien haben sich Tausende Schüler dem Protest angeschlossen.

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+++ 01.03.2019: Greta Thunberg: Deutsche Schulstreiks stimmen mich hoffnungsvoll +++

Die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg ist begeistert darüber, wie viele deutsche Schüler sich ihrer Protestaktion angeschlossen haben. "Was in Deutschland passiert ist, stimmt mich unglaublich hoffnungsvoll. Und die deutschen Schulstreikenden haben bereits Geschichte geschrieben", sagte die 16-jährige Schwedin vor ihrer Teilnahme am Schulstreik in Hamburg an diesem Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Deshalb ist es eine große Ehre für mich, an ihrer Seite zu stehen." Es ist das erste Mal, dass sie für eine Demonstration fürs Klima nach Deutschland kommt.

Da sie momentan Ferien habe, könne sie durch Europa reisen, um in Brüssel, Paris, Antwerpen und Hamburg an den Schulstreiks teilzunehmen, berichtete Thunberg. Deutschland sieht sie dabei als eines der wichtigsten Länder im Kampf gegen den Klimawandel an. "Ja, Deutschland ist ein Hauptakteur. Das, was Deutschland tut, hat enormen Einfluss auf die gesamte Welt. Deshalb denke ich, Ihr solltet das als eine großartige Gelegenheit betrachten", sagte sie.

Länder müssten ebenso wie Unternehmen und Privatpersonen endlich damit beginnen, die Klimakrise als Krise zu behandeln, so Thunberg. Viele Menschen, darunter auch viele junge, wüssten noch immer nicht, was im Kampf fürs Klima getan werden müsse. "Viele Leute wissen, dass etwas falsch läuft mit dem Klima - aber sehr wenige realisieren die gesamten Konsequenzen der Klimakrise."

+++ 26.02.2019: Klimaaktivistin Greta Thunberg kommt nach Hamburg +++

Die junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg kommt erstmals für einen Schulstreik für mehr Klimaschutz nach Deutschland. Sie werde am Freitag in Hamburg mit anderen Schülern demonstrieren, sagte ihr Vater am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte "Spiegel Online" darüber berichtet.

Die 16-Jährige selbst teilte auf Twitter einen Beitrag der Gruppe Fridays for Future Hamburg. Darin hieß es, Thunberg werde bei dem nächsten Hamburger Streik dabei sein. Man treffe sich dafür am Freitag um 8.30 Uhr am Gänsemarkt.

Sie sehen den Tweet nicht? Dann hier entlang.

+++ 22.02.2019:Schülerproteste für mehr Klimaschutz in Paris +++

Schüler und junge Leute haben in Paris für mehr Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel demonstriert. An der Spitze des Protestzuges marschierte am Freitag auch die 16 Jahre alte schwedische Aktivistin Greta Thunberg, wie ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete. Der französische Sender Franceinfo berichtete von mehreren Tausend Teilnehmern. Offizielle Zahlen gab es zunächst nicht.

"Später ist es zu spät", sagte der 17 Jahre alte Pariser Schüler Anatole, der an der Demonstration teilnahm, der dpa. Macron habe zu wenig Einsatz für das Klima gezeigt.

Die Aktivistin Thunberg ist die bekannteste Figur der Jugendproteste. Sie demonstriert seit August freitags vor dem Reichstag in Stockholm dafür, dass Schweden stärker gegen seinen CO2-Ausstoß vorgeht. Dafür lässt sie die Schule ausfallen. Ihrem Beispiel folgen inzwischen regelmäßig Tausende in etlichen anderen Ländern, auch in Deutschland.

+++ 15.02.2019: Tausende Schüler demonstrieren in Großbritannien gegen Klimawandel +++

Tausende Schulkinder haben am Freitag in Großbritannien für mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel demonstriert. Allein vor dem Parlament in London versammelten sich Medienberichten zufolge mehrere Tausend Kinder, die dafür den Unterricht sausen ließen. Auch in Edinburgh, Brighton, Oxford und vielen anderen Städten kam es zu Protesten.

Eine Regierungssprecherin warnte, Unterrichtszeit zu verpassen sei schädlich für den Bildungserfolg der Kinder. Energiestaatssekretärin Claire Perry lobte dagegen den Einsatz der Kinder. Sie sei "unglaublich stolz" sagte Perry in einem Interview mit der BBC und bekannte: "Ich vermute, wenn das vor 40 Jahren stattgefunden hätte, wäre ich auch dabei gewesen." Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon twitterte: "Es ist ein Grund zum Optimismus, dass sich junge Menschen gegen den Klimawandel einsetzen."

Seit Wochen demonstrieren international Schüler freitags für Klimaschutz, statt zur Schule zu gehen. Ihre Losungen lauten #FridaysforFuture (Freitage für die Zukunft) oder #YouthForClimate (Jugend fürs Klima). Vorbild ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die im vergangenen Jahr mit ihren Freitagsprotesten vor dem schwedischen Parlament begann.

+++ 10.02.2019: Ziemiak kritisiert Klimaaktivistin Thunberg: "Arme Greta" +++

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Kohleausstieg angegriffen. "Greta Thunberg findet deutschen Kohlekompromiss 'absurd' - Oh, man... kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit. Nur pure Ideologie", schrieb er auf Twitter. Neben einem Affen mit zugehaltenen Augen ergänzte er "Arme Greta!".

Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott. Innerhalb weniger Stunden hatte sein Eintrag mehr als 1500 Kommentare. Die Grünen-Politikerin Renate Künast warf ihm vor, gefühlskalt und unchristlich zu sein. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler kommentierte: "Wie klein muss eigentlich Ihr Selbstbewusstsein sein, dass Sie sich als CDU-Generalsekretär an einer 16-Jährigen aus Schweden abarbeiten müssen?" Der Aachener Grünen-Politiker Alexander Tietz-Latza schrieb: "Eine 16-Jährige mit Vision & Weitblick gebasht von einem Generalsekretär mit Realitätsverweigerung." Die Grünen-Spitze hatte den Kohle-Kompromiss allerdings als richtigen ersten Schritt gelobt.

Thunberg hatte im Interview der Deutschen Presse-Agentur kritisiert, dass Deutschland erst 2038 ganz aus der Kohle aussteigen will. "Das ist absolut absurd. Und die Leute denken, das wäre etwas Gutes", sagte die Schülerin in Stockholm. Deutschland habe eine "unglaubliche Verantwortung" - stiege die Bundesrepublik früher aus, würde das ein deutliches Signal an die Welt senden.

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bua/sba/news.de/dpa
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