24.02.2019, 09.47 Uhr

Flüchtlinge in Deutschland aktuell: Mehr als jede zweite Abschiebung 2018 gescheitert

Sammelabschiebung in Baden-Württemberg.

Sammelabschiebung in Baden-Württemberg. Bild: dpa

Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" ist im Jahr 2018 mehr als jede zweite Abschiebung in Deutschland gescheitert. Mehr als 7.000 Mal sagten die Länder demnach mit der Bundespolizei vereinbarte Abschiebetermine am Tag des Flugs ab, etwa weil die Abzuschiebenden nicht auffindbar oder krank waren oder Papiere fehlten. 3.220 Rückführungen mussten nach der Übergabe an die Bundespolizei abgebrochen werden, am häufigsten wegen "aktiv passiven Widerstands" der Migranten.

Horst Seehofer verurteilt gescheiterte Abschiebungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte der Zeitung, dies sei "nicht akzeptabel". Er habe darüber auch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen.

So will Horst Seehofer zukünftige Abschiebungen realisieren

Seehofer plant ein sogenanntes "Geordnete-Rückkehr-Gesetz", das Abschiebungen erleichtern soll. Unter anderen soll damit die Vorbereitungshaft vor Abschiebungen für Gefährder, Terrorverdächtige und Identitätstäuscher ausgeweitet werden. Für Straftäter, die nicht abgeschoben werden können, sind elektronische Fußfesseln, räumliche Beschränkungen und Meldepflichten geplant. Im April will er es im Kabinett vorgelegen.

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fka/news.de/dpa
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