05.01.2019, 13.30 Uhr

Nach Explosion in Döbeln: Nach Anschlag auf AfD-Büro: Drei Tatverdächtige wieder frei!

Vor einem AfD-Büro im sächsischen Döbeln hat es am Donnerstagabend den 03.01.2018 eine Explosion gegeben.

Vor einem AfD-Büro im sächsischen Döbeln hat es am Donnerstagabend den 03.01.2018 eine Explosion gegeben. Bild: dpa/Sebastian Willnow

Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro in Döbeln hat Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) die Tat verurteilt. Für den Anschlag gebe es keine Legitimation, schrieb Dulig am Freitagmorgen bei Twitter.

Martin Dulig verurteilt Anschlag auf AfD-Büro

"Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern." Scheiben und Türen des Büros waren bei der Explosion am Donnerstagabend beschädigt worden. An zwei geparkten Autos und an zwei weiteren Gebäuden entstanden ebenfalls Schäden. Verletzt wurde niemand. Dulig schrieb weiter: "Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie."

Drei Tatverdächtige nach Explosion vor AfD-Büro festgenommen

Die genauen Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte ein Sprecher der Polizei. Es bestehe aber der Verdacht einer politisch motivierten Tat. Das Landeskriminalamt ist an den Ermittlungen beteiligt. Am Freitag konnte die Polizei drei Tatverdächtige festnehmen.Dabei handele es sich um Deutsche im Alter von 29, 32 und 50 Jahren, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Freitag in Dresden mit. Nähere Angaben machte die Behörde zunächst nicht. Die schnelle Einbindung der Task Force Gewaltdelikte des LKA und die Maßnahmen der Polizeidirektion Chemnitz hätten sehr schnell zur Festnahme der Tatverdächtigen geführt, erklärte LKA-Präsident Petric Kleine.

Nach Explosion vor AfD-Büro: Tatverdächtige wieder frei

Mittlerweile sollen die drei Tatverdächtigen wieder auf freiem Fuß sein.Wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) mitteilte, sind die Männer im Alter von 29, 32 und 50 Jahren entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hatte am Freitag keinen Haftantrag gestellt. Es hätten keine ausreichenden Haftgründe bestanden.

Nicht der erste Anschlag auf die AfD

Erst Mitte Dezember war das Büro der AfD in Borna, das etwa eine Fahrtstunde von Döbeln entfernt ist, beschädigt worden. Unbekannte warfen laut Polizei eine Mauerabdeckplatte gegen die Fensterscheibe. Im September waren das AfD-Büro in Chemnitz und das Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier in Dresden das Ziel von Anschlägen: Beide Büros waren mit Farbe beschmiert worden.

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sba/news.de/dpa
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