15.10.2018, 07.29 Uhr

Landtagswahl Bayern am 14.10.2018:           +++ 14.10.2018, 15.35 Uhr: Briefwahlunterlagen in Ingolstadt verschwunden +++

Bitterer Abend für die CSU: Markus Söder verliert in Bayern in absolute Mehrheit.

Bitterer Abend für die CSU: Markus Söder verliert in Bayern in absolute Mehrheit. Bild: dpa/Michel Kappeler

Wie der "Donaukurier" berichtet sind in Ingolstadt ungefähr 700 Briefwahlunterlagen verloren gegangen. Eine Sprecherin der Stadt bestätigte bereits am Freitag, dass die Anträge für ungültig erklärt und neu ausgestellt worden. Die Stadt machte die Post für das Verschwinden der Briefwahlunterlagen verantwortlich. Nach einer eidesstattlichen Erklärung erhielten die betroffenen Briefwähler neue Unterlagen.

+++ 14.10.2018, 15.00 Uhr: Experten vermuten höhere Wahlbeteiligung +++

Möglicherweise sind dieses Mal mehr Wähler an die Urnen gegangen als bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2013 - das zumindest legen erste Zahlen aus den Städten nahe. So lag in Augsburg die Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr bei 24,4 Prozent (ohne Briefwähler), vor fünf Jahren waren es nach Angaben der Stadt zum gleichen Zeitpunkt erst 16,7 Prozent. Das könnte auch mit dem schönen Wetter am Sonntag zusammenhängen, hieß es bei der Stadt. 2013 habe regnerisches Wetter nicht dazu beigetragen, dass die Menschen aus dem Haus wollten.

Für München wurde die Wahlbeteiligung bis 14.00 Uhr einschließlich der Briefwähler mit 54,6 Prozent angegeben (2013: 49,7 Prozent). In Nürnberg lag sie - mit Briefwählern - um 12.00 Uhr bei 26,1 Prozent (2013: 21,2 Prozent). In den Wahllokalen sei wirklich einiges los, hieß es bei der Stadt. Dort gab vor rund zwei Dutzend Kameras auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Vormittag seine Stimmen ab.

+++ 14.10.2018, 14.57 Uhr: Sonntagstrend: Union stürzt in Wählergunst weiter ab +++

Die Union rutscht in den Wahlumfragen weiter ab oder verharrt auf niedrigem Niveau. Im aktuellen Sonntagstrend für die "Bild am Sonntag" kommen CDU und CSU nur noch auf 26 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche und zugleich der niedrigste je gemessene Wert in der Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Emnid, wie die Zeitung schreibt.

Das am Sonntag veröffentlichte Trendbarometer von RTL und n-tv vom Institut Forsa sieht die Union indes wie in der Vorwoche bei 28 Prozent. Die Grünen gewinnen demnach einen Prozentpunkt hinzu und landen bei 19 Prozent. Die SPD liegt weiter bei 16 Prozent, die AfD bei 14 Prozent und die FDP bei 9 Prozent.

Die SPD kommt im Sonntagstrend wie in der Vorwoche auf 17 Prozent - und teilt sich damit den zweiten Platz mit den Grünen (+1). Die AfD verliert einen Prozentpunkt und landet bei 15 Prozent. Die Linke kommt auf 11 Prozent (+1) und die FDP verharrt bei 9 Prozent.

+++ 14.10.2018, 12.00 Uhr: Ministerpräsident Söder hat gewählt +++

In München lag die Wahlbeteiligung nach Angaben der Stadt um 10.00 Uhr bei 35 Prozent - einschließlich der Briefwähler. Bei der Landtagswahl 2013 hatte die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt etwas darunter gelegen, bei 33,3 Prozent mit Briefwählern. In Nürnberg wurde die Wahlbeteiligung inklusive der Briefwähler bis 10.00 Uhr mit 10,9 Prozent angegeben (2013: 8,6 Prozent). Dort gab vor rund zwei Dutzend Kameras auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Vormittag seine Stimmen ab. Vielerorts wurde von einer erhöhten Nutzung der Briefwahl berichtet.

+++ 14.10.2018, 8.22 Uhr: Landtagswahl in Bayern hat begonnen - 9,5 Millionen dürfen wählen +++

In Bayern hat am Morgen die Landtagswahl begonnen. Um Punkt 8.00 Uhr öffneten landesweit die Wahllokale. Rund 9,5 Millionen Bürger sind aufgerufen, einen neuen Landtag für die nächsten fünf Jahre zu wählen, darunter 600.000 Erstwähler. 180 Sitze sind zu vergeben, darunter 91 Direkt- und 89 Listenmandate. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate könnte die Zahl noch steigen.

Die CSU muss nach allen Umfragen mit dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit im Landtag rechnen, wird sich also voraussichtlich einen Koalitionspartner suchen müssen. Zweitstärkste Kraft könnten diesmal die Grünen werden. Völlig offen ist, wie viele Parteien künftig im Landtag vertreten sein werden - es könnten den Umfragen zufolge bis zu sieben sein. Die AfD ist wohl sicher drin, bangen müssen dagegen FDP und Linke - wobei die FDP in jüngsten Umfragen meist knapp über der Fünf-Prozent-Hürde lag und die Linke meist knapp darunter.

Allerdings haben vergangene Wahlen gezeigt, dass Umfragen heutzutage nur eine begrenzte Aussagekraft haben, wie die Wahl ausgeht. Ein Grund ist, dass viele Wahlberechtigte bis zum Schluss unentschlossen sind, ob sie überhaupt zur Wahl gehen und wen sie dann wählen werden.

Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählt man einen Kandidaten in einem der 91 Stimmkreise direkt. Mit der Zweitstimme wählt man einen Listen-Kandidaten einer Partei. Kreuzt man keinen einzelnen Kandidaten an, sondern allgemein eine Partei, wird die Stimme der Partei bei der Sitzverteilung zugerechnet. Wichtig: Anders als bei der Bundestagswahl entscheidet die Summe aus Erst- und Zweitstimmen über die Sitzverteilung im Landtag. Beide Stimmen sind für die Sitzverteilung also genau gleich wichtig.

Zudem dürfen die Bayern über die Bezirkstage in den sieben Regierungsbezirken abstimmen. Während das vorläufige Endergebnis der Landtagswahl noch am späten Abend oder in der Nacht feststehen soll, werden die Ergebnisse der Bezirkstagswahlen erst später ermittelt.

+++ 13.10.2018: Die Spitzenkandidaten der Landtagswahl im Überblick +++

Die Spitzenkandidaten im Überblick
Landtagswahl in Bayern 2018
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+++ 13.10.2018: Luise Kinseher skeptisch vor der Landtagswahl in Bayern +++

Kabarettistin Luise Kinseher (49) glaubt nicht daran, dass sich nach der Landtagswahl in Bayern grundsätzlich etwas im Leben der Menschen verändern wird. "Ich glaube ehrlich gesagt, dass sich, wie immer die Wahl ausgeht, nicht unfassbar viel in Bayern verändern wird", sagte sie der Münchner "Abendzeitung" (Samstag). "Einige Machtzirkel und Seilschaften der CSU werden nicht mehr so funktionieren wie vorher, aber an unserem Alltag wird sich nichts ändern." Stattdessen sei sie offen, nehme genauso lustvoll Neues an, wolle «weitergehen, nicht stehenbleiben».

+++ 13.10.2018: Söder hofft auf gutes Wahl-Ergebnis +++

CSU-Chef Horst Seehofer sagte am Freitagabend bei der letzten großen CSU-Kundgebung in München, er glaube, "dass wir ein Stück besser abschneiden werden, als das in den letzten Tagen prophezeit wurde". SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen sagte bei einem Auftritt in Schweinfurt ebenfalls, die letzten Stunden seien entscheidend.

Beiden Parteien drohen am Sonntag aber dramatische Verluste. Die CSU muss nach allen Umfragen mit dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit im Landtag rechnen, wie schon bei der Wahl 2008. Die Partei wird sich damit voraussichtlich einen oder mehrere Koalitionspartner suchen müssen. Insgesamt können sich sieben Parteien begründete Hoffnungen auf einen Landtagseinzug machen: CSU, Grüne, SPD, Freie Wähler, AfD, FDP und die Linke.

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bua/news.de/dpa
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