05.10.2018, 07.53 Uhr

Landtagswahl in Bayern 2018: CSU droht Machtverlust! Partei rutscht auf 33 Prozent

In einer aktuellen Umfrage landet die CSU nur bei 33 Prozent.

In einer aktuellen Umfrage landet die CSU nur bei 33 Prozent. Bild: Peter Kneffel/dpa

Kurz vor der bayerischen Landtagswahl ist die CSU im ARD-"Bayerntrend" auf ein Rekordtief von 33 Prozent abgerutscht. Nach der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage würde die Regierungspartei nicht nur die absolute Mehrheit klar verfehlen. Rechnerisch wäre im Freistaat derzeit sogar eine Viererkoalition gegen die CSU möglich - auch ohne Beteiligung der AfD.

Landtagswahl in Bayern 2018: CSU fällt in Umfrage auf 33 Prozent

Die CSU verliert in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für die ARD-"Tagesthemen" im Vergleich zu einer BR-Umfrage aus dem September nochmals zwei Prozentpunkte. Andere Umfragen hatten die CSU zuletzt bei 34 bis 35 Prozent gesehen.

Grüne zweitstärkste Kraft in Bayern

Klar zweitstärkste Kraft in der neuen ARD-Umfrage sind die Grünen mit 18 Prozent (plus 1 Prozentpunkt), gefolgt von SPD und Freien Wählern mit jeweils 11 Prozent. Die AfD landet aktuell bei 10 Prozent (minus 1 Punkt). Die FDP würde mit 6 Prozent den Sprung in den Landtag schaffen, die Linke mit 4,5 Prozent den Einzug ins Maximilianeum dagegen knapp verfehlen. Grüne, SPD, Freie Wähler und FDP kommen derzeit also zusammen auf 46 Prozent - was für eine Mehrheit im Landtag reichen würde, gegen CSU und AfD. Ein solches Regierungsbündnis gilt allerdings als unwahrscheinlich.

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CSU in Angst! Wird Bayern "unregierbar"?

CSU-Generalsekretär Markus Blume warnte umgehend, Bayern könnte nach der Landtagswahl am 14. Oktober unregierbar werden. "Die Umfrage ist ein Alarmzeichen. Es drohen Unregierbarkeit und instabile Regenbogenkoalitionen gegen die CSU", sagte er am Donnerstagabend. "Der Erfolgsweg Bayerns ist akut in Gefahr, Bayern droht zu kippen."

Ministerpräsident Markus Söder sieht Demokratie in Gefahr

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte vor einer "völlig instabilen Regierung" wie in anderen Bundesländern, und dass die Demokratie in Bayern "zu wackeln beginnt". Über eine theoretisch mögliche Koalition gegen die CSU sagte Söder am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der "Bild"-Zeitung in Nürnberg: "Da kann ich mir nicht vorstellen, dass das Bayern verbessern hilft." Erneut machte Söder die Berliner Politik mindestens mitverantwortlich für die schlechten CSU-Umfragewerte. "Das sind natürlich alles Zahlen, die unglaublich geprägt werden durch die Berliner Politik", sagte er.

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