24.09.2018, 09.16 Uhr

Brett Kavanaugh: Trump unter Druck! Neuer Sex-Skandal erschüttert Washington

Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Brett Kavanaugh gerät Donald Trump unter Druck.

Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Brett Kavanaugh gerät Donald Trump unter Druck. Bild: Richard Drew/dpa

Der Wunschkandidat von US-Präsident Donald Trump für den Supreme Court, Brett Kavanaugh, gerät durch weitere Missbrauchsvorwürfe schwer unter Druck. Eine zweite Frau beschuldigt Kavanaugh, dass er sie vor vielen Jahren sexuell belästigt haben soll

Brett Kavanaugh: Missbrauchsvorwürfe gegen Supreme-Court-Kandidat

Eine frühere Kommilitonin Kavanaughs von der Universität Yale sagte dem Magazin "The New Yorker", Kavanaugh habe sich Anfang der 80er Jahre bei einer Studentenparty im Beisein von anderen plötzlich vor ihr ausgezogen und ihr seinen Penis ins Gesicht gestreckt. Kavanaugh wies das umgehend zurück. Es meldete sich noch dazu ein prominenter Anwalt zu Wort, der behauptet, auch er habe eine Mandantin, die schwere Anschuldigungen gegen Kavanaugh erhebe.

Donald Trump will Brett Kavanaugh als Richter für Supreme Court

Mehrere Frauen werfen Brett Kavanaugh sexuelle Übergriffe vor.

Mehrere Frauen werfen Brett Kavanaugh sexuelle Übergriffe vor. Bild: J. Scott Applewhite/dpa

Trump hatte Kavanaugh als Richter für den Supreme Court, das höchste US-Gericht, vorgeschlagen. Kurz vor der Entscheidung des US-Senats über die hochrangige Personalie waren aber heftige Vorwürfe gegen Kavanaugh an die Öffentlichkeit gekommen: Die Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford beschuldigte ihn, er habe sie vor mehr als 30 Jahren am Rande einer Schülerparty versucht zu vergewaltigen. Ein Jugendfreund von Kavanaugh, Mark Judge, sei damals mit im Raum gewesen. Kavanaugh wies die Anschuldigung jedoch vehement zurück. Auch Judge beteuerte, von einem solchen Vorfall nichts zu wissen.

Nach tagelangem Gezerre wurde schließlich für Donnerstag eine Anhörung von Kavanaugh und Ford vor dem Justizausschuss des US-Senats angesetzt. Die beiden sollen dort zu der Sache aussagen.

Weitere Missbrauchsvorwürfe gegen Brett Kavanaugh

Nun kommen jedoch weitere Anschuldigungen hinzu. Die Vorwürfe von der Studentenparty an der Universität Yale stammen von der heute 53-Jährigen Deborah Ramirez. Der Vorfall von damals habe sie lange verstört, sagte sie dem "New Yorker" und betonte: "Es war mir peinlich, ich habe mich geschämt und gedemütigt gefühlt." Damit heute an die Öffentlichkeit zu gehen, falle ihr schwer. Sie hoffe aber, dass ihre Geschichte auch jene von Ford stütze.

Brett Kavanaugh dementiert Vorwürfe wegen sexuellem Missbrauch

Kavanaugh wies Ramirez' Vorwürfe - wie schon jene von Ford - umgehend zurück. In einer schriftlichen Stellungnahme bezeichnete er die Vorwürfe am Sonntagabend (Ortszeit) als Verleumdung und erklärte: "Dieser angebliche Vorfall vor 35 Jahren hat nicht stattgefunden." Er freue sich darauf, am Donnerstag vor dem US-Senat zu den Anschuldigungen auszusagen und seinen "guten Namen" zu verteidigen. Auch das Weiße Haus sah sich zu einer schnellen Stellungnahme bemüßigt und bezeichnete die Anschuldigungen als Verleumdungskampagne der oppositionellen Demokraten. Man stehe voll hinter Kavanaugh.

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