14.09.2018, 09.28 Uhr

Nordkorea-Konflikt: Wollte Trump Kim mit der "Mutter aller Bomben" töten?

Laut US-Journalist Bob Woodward wollte Trump Kim angeblich liquidieren lassen.

Laut US-Journalist Bob Woodward wollte Trump Kim angeblich liquidieren lassen. Bild: Evan Vucci/dpa

Das Enthüllungsbuch "Fear" des Journalisten Bob Woodward schlug schon vor seiner Veröffentlichung hohe Wellen. Darin berichtet er über angebliche Vorgänge im Weißen Haus unter Donald Trump. Pikant: Woodward behauptet, dass der US-Präsident offenbar ein Attentat auf Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un geplant habe.

Wollte Donald Trump Kim Jong-un töten lassen?

Auf dem Höhepunkt der Nordkorea-Krise im Herbst des vergangenen Jahres war die internationale Lage extrem angespannt. Während Pjöngjang weiter an seinem Atom- und Raketenprogramm forschte, drohte besonders US-Präsident Trump mit extremen Maßnahmen gegen das Regime in Nordkorea. Wie Bob Woodward in seinem Buch "Fear" berichtet, könnte es sich dabei nicht um leere Drohungen gehandelt haben. Offenbar plante Trump, Kim Jong-un umbringen zu lassen.

Air Force plante Manöver mit der "Mutter aller Bomben"

Wie "Bild" aus dem Buch von Woodward zitiert, soll die Variante der "indirekten Tötung" bereits unter Obama von der CIA entwickelt worden sein. Unter Trump wurde der Vorschlag offenbar erneut aufgegriffen. In einem geheimen Manöver soll die Air Force einen Angriff per Tarnkappenbomber simuliert haben, der eine sogenannte MOAB trägt.

Die "Mutter aller Bomben" wurde von den USA bereits im April 2017 in Afghanistan gegen den IS eingesetzt. Sie gilt als die sprengkraftstärkste nicht-atomare Fliegerbombe der US-Streitkräfte und ist besonders für unterirdische Ziele geeignet. Warum der Plan schließlich verworfen wurde, bleibt unklar. Möglicherweise fürchteten sich die USA vor einem Gegenschlag – zumal in Südkorea damals rund 28.000 US-Soldaten stationiert waren.

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jat/loc/news.de
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