06.09.2018, 10.23 Uhr

Renten-Schwindel: Soll DIESER Trick unsere Rente besser aussehen lassen?

Wird die Rente schön getrickst?

Wird die Rente schön getrickst? Bild: dpa

Vor der Sommerklausur der CSU-Landesgruppe hat die FDP die Rentenpläne der Christsozialen scharf kritisiert. "Die Forderung nach einer Mütterrente III ohne klaren Finanzierungsplan ist der nächste Schritt hin zur Auflösung des Generationenvertrags durch die große Koalition", sagte der rentenpolitische Fraktionssprecher Johannes Vogel der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Trotz des jüngsten Rentenkompromisses der Regierung pocht die CSU in einer Beschlussvorlage für ihre Klausur auf eine weitere Ausweitung der Mütterrente.

FDP kritisiert CSU-Forderung nach "Mütterrente III"

"Nicht mal eine Woche, nachdem CDU, CSU und SPD mit ihrem Rentenpaket den Beitragszahlern eine gepfefferte Rechnung geschrieben haben, kommt die CSU mit dem nächsten Ausgabewunsch um die Ecke", sagte Vogel. Neben der Frage nach der Finanzierbarkeit müssten Union und SPD zudem beantworten, wofür sie überhaupt die Rentenkommission eingesetzt haben, wenn sie sich im Wochentakt mit Vorschlägen zum Geldausgeben überbieten. "Anstelle einer Rentenpolitik, die Milliarden mit der Gießkanne ausgibt, brauchen wir eine zielgerichtete Politik, die denjenigen hilft, die wirklich von Altersarmut bedroht sind und die das Rentensystem modernisiert."

Renten-Schummelei! Trickst die SPD bei der Rente?

Doch damit nicht genug. Laut Informationen der "Bild" gibt es im Umfeld von Bundesfinanzminister Olaf Scholz Pläne für eine Renten-Schummelei. Mit einem Trick will die SPD angeblich die Rente besser dastehen lassen. Doch wie genau soll das funktionieren?

Laut "Bild" besteht die Überlegung, die Durchschnittsrente künftig auf Grundlage von 47 Beitragsjahren zu berechnen und nicht mehr wie bisher auf Basis von 45 Jahren. Das hätte zur Folge, dass das Rentenniveau von aktuell 48,1 Prozent auf 50,2 Prozent des Durchschnittslohnes steigen würde.

Rente nach oben getrickst: Nur die Zahlen wären schöner

Klingt erst einmal gut, bringt nur in der Praxis nichts. Denn heutige Rentner hätten dadurch auch nicht mehr Geld in der Tasche und für die Beschäftigten würde der Rentenanspruch auch nicht steigen. Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes, gegenüber der "Bild": "Die Zeiten für die Standardrente zu verlängern, macht nur die Zahlen schöner, bringt aber keinen einzigen Euro mehr."

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fka/bua/news.de/dpa
Themen: CSU, Rente, SPD
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