31.08.2018, 09.29 Uhr

GroKo einigt sich auf Reform:    Unfair und teuer? Rentenpaket der Koalition stößt auf Kritik

Die GroKo einigt sich auf ein Rentenpaket. Dieses soll möglichst vielen Rentnern mehr Geld bescheren.

Die GroKo einigt sich auf ein Rentenpaket. Dieses soll möglichst vielen Rentnern mehr Geld bescheren. Bild: Marijan Murat / dpa

Die Einigung der großen Koalition zu Verbesserungen bei der Rente erntet Kritik. "Das Rentenpaket ist unfair, denn es wird auf die geburtenschwachen Jahrgänge unserer Kinder und Enkelkinder als milliardenschwerer Kostenbumerang zurückkommen", teilte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer am Mittwoch mit. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks warnte, die Maßnahmen bedeuteten milliardenschwere Zusatzbelastungen für die Beitragszahler.

Versagt die Regierung trotz Rentenreform beim Schutz der Menschen vor Altersarmut?

Der Sozialverband VdK dagegen findet die Sicherung des Rentenniveaus bei 48 Prozent bis 2025 nicht ausreichend: "Ziel muss es sein, dass das Rentenniveau über 2025 hinaus stabilisiert und auf 50 Prozent angehoben wird", teilte VdK-Präsidentin Verena Bentele mit.

Linke-Chef Bernd Riexinger sagte, die Bundesregierung versage darin, Menschen vor Altersarmut zu schützen. Ein Rentenniveau von 48 Prozent sei zu niedrig. "Die Verkäuferin, die Erzieherin und der LKW-Fahrer werden damit keine Rente bekommen, von der sie vernünftig leben können", sagte er. Das Niveau müsse bei 53 Prozent liegen.

Auch die Grünen zeigten sich unzufrieden: "Die grundsätzliche Frage nach der Gerechtigkeit zwischen den Generationen ist nach wie vor nicht gelöst", sagte Parteichefin Annalena Baerbock. Es brauche eine allgemeine Bürgerversicherung und eine Garantierente.

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pap/news.de/dpa
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