29.07.2018, 10.01 Uhr

Während sich Urlauber sonnten: Flüchtlinge landen an spanischem Touristenstrand

Mehr als 30 illegale Einwanderer landeten mit ihrem Schlauchboot an einem spanischen Urlaubsstrand. 

Mehr als 30 illegale Einwanderer landeten mit ihrem Schlauchboot an einem spanischen Urlaubsstrand.  Bild: dpa

Die spanische Seenotrettung hat vor der Südküste des Landes innerhalb von zwei Tagenmehr als 1200 Flüchtlinge auf mehreren Dutzend Booten gerettet. Allein am Freitag seien 888 Migrantenim Alborán-Meer und in der Straße von Gibraltar im westlichen Mittelmeer aufgegriffen worden, teilten die Behörden auf Twitter mit.

Migranten erreichen spanischen Badestrand

Am Samstag seien vor der Küste Andalusiens weitere 334 Menschen gerettet worden, die auf 17 Booten in See gestochen waren. Auch am Sonntag war der Seerettungsdienst wieder im Einsatz. Bereits am Freitag waren drei Boote mit insgesamt 31 Personen an Bord an der spanischen Küste gelandet. Sie strandeten am Strand Del Canuelo in der Nähe von Tarifa. Der Strand gilt vor allem bei Urlaubern als äußerst beliebt.Videoaufnahmen zeigen, wie die Migranten den Strand erreichen, während sich Touristen am Strand sonnten. 

Flüchtlingsstrom nach Spanien reißt nicht ab

Seit Wochen reißt der Flüchtlingsstrom nach Spanien nicht ab. Zuletzt hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitgeteilt, dass das Land zum neuen Hauptziel illegaler Migranten geworden sei. Die Zahl übertrifft mittlerweile die Ankünfte in Italien und Griechenland. Am vergangenen Wochenende waren ebenfalls weit über 1000 Flüchtlinge gerettet und in andalusische Häfen gebracht worden.

Innenminister Fernando Grande-Marlaska besuchte am Samstag die Region, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Wie die Regierung twitterte, lobte der Politiker dabei speziell "die Professionalität und die Humanität" von örtlicher Polizei und Guardia Civil. Bisher sei die Situation in Andalusien unter Kontrolle, betonte Grande-Marlaska, fügte aber hinzu, die Flüchtlingskrise sei "ein europäisches Problem, das einer europäischen Lösung bedarf".

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sba/news.de/dpa
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