09.06.2018, 13.05 Uhr

Kostenlose Verhütungsmittel: Grüne fordern kostenlose Kondome für Bafög- und Hartz-IV-Empfänger

Die Grünen fordern kostenlose Verhütungsmittel für Frauen, die staatliche Leistungen beziehen.

Die Grünen fordern kostenlose Verhütungsmittel für Frauen, die staatliche Leistungen beziehen. Bild: dpa

Die Grünen im Bundestag wollen Empfängern staatlicher Leistungen wie BaföG, Hartz-IV oder Wohngeld einen kostenlosen Zugang zu ärztlich verordneten Verhütungsmitteln verschaffen. "Gleichzeitig muss auch der kostenlose Zugang zu Kondomen gefördert werden", heißt es in einem Antrag der Fraktion. Zuvor hatte die "Saarbrücker Zeitung" darüber berichtet.

Hohes Risiko einer ungewollten Schwangerschaft bei Hartz-IV-Empfängern

Zur Begründung verweisen die Grünen auf eine Studie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Danach wechseln Frauen, die staatliche Unterstützungsleistungen beziehen, aus Kostengründen zu weniger sicheren Verhütungsmitteln oder verzichten sogar ganz auf Verhütung. "Damit haben Frauen, die staatliche Unterstützungsleistungen beziehen, ein höheres Risiko einer ungewollten Schwangerschaft", schreibt die Fraktion.

"Sichere Empfängnisverhütung darf nicht vom Geldbeutel abhängen"

Fraktionsexpertin Maria Klein-Schmeink sagte der Zeitung: "Sichere Empfängnisverhütung darf nicht vom Geldbeutel abhängen." Daher wolle man die Erstattung über die Krankenkassen organisieren. "Diese Kosten werden dann den Krankenkassen durch einen Steuerzuschuss ersetzt." Parallel dazu sollten Kondome bei Beratungsstellen und Gesundheitsämtern für Geringverdiener frei zugänglich gemacht werden.

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bua/news.de/dpa
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