22.05.2018, 14.31 Uhr

Heckler und Koch: Bestechungsvorwürfe! Hat der Waffenhersteller Politiker von CDU und FDP geschmiert?

Die Ermittlungen gegen den Waffenhersteller Heckler  Koch wegen angeblicher Bestechung gehen weiter.

Die Ermittlungen gegen den Waffenhersteller Heckler Koch wegen angeblicher Bestechung gehen weiter. Bild: Bernd Weissbrod/dpa

Die seit Jahren geführten Ermittlungen gegen den Waffenhersteller Heckler & Koch wegen möglicher Bestechung von Politikern ziehen sich hin. Es sei nicht davon auszugehen, dass sie "in absehbarer Zeit" abgeschlossen würden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Dienstag.

Heckler & Koch: Bestechungsskandal um Waffenhersteller

Heckler & Koch soll 2009 und 2010 angeblich versucht haben, Bundestagsabgeordnete mit Geldspenden zu bestechen, um die Ausfuhr von Sturmgewehren nach Mexiko positiv zu beeinflussen. Das Unternehmen hatte 2011 informiert, dass es an CDU, FDP und SPD gespendet hatte, darunter an den CDU-Kreisverband Rottweil, dem auch Unionsfraktionschef Volker Kauder angehört. Zuerst berichtete "Report Mainz" am Dienstag über die andauernden Ermittlungen.

Heckler & Koch spendet Parteien 20.000 Euro

"Report Mainz" beruft sich dabei auf einen internen Prüfbericht. Daraus geht hervor, dass der Konzern zwei mit Rüstungsthemen befassten Bundestagsabgeordneten der FDP jeweils 5.000 Euro angeboten und auf Konten der Partei überwiesen habe. An den CDU-Kreisverband Rottweil sollen ebenfalls 10.000 Euro geflossen sein.

Verdacht auf illegale Ausfuhr von Sturmgewehren

Bereits 2010 begannen die Ermittlungen gegen Heckler & Koch wegen der Ausfuhr von Sturmgewehren nach Mexiko, woraufhin die Firma mit einem Ausfuhrverbot belegt wurde. Dadurch kam das Geschäft nicht zustande. Dem ehemaligen Geschäftsführer Peter Beyerle wird vorgeworfen, als Mitglied einer Bande in zwölf Fällen Kriegswaffen ohne behördliche Genehmigung nach Mexiko ausgeführt zu haben. Ein Urteil wird Ende Oktober 2018 erwartet.

Lesen Sie auch: Verteidigung – Heckler & Koch zieht im Streit um G36 vor Gericht.

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jat/gma/news.de/dpa
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