13.04.2018, 17.10 Uhr

Neues Trump-Buch: "Mafiaboss, Rüpel, Drecksack"! SO giften sich Trump und Ex-FBI-Chef Comey an

Präsident Trump nimmt gegen seine Gegner kein Blatt vor den Mund.

Präsident Trump nimmt gegen seine Gegner kein Blatt vor den Mund. Bild: dpa

Gegenseitige Beleidigungen und harte Anschuldigungen: Das Buch des von Trump entlassenen FBI-Chefs James Comey lässt keine Wünsche offen. Es könnte der Auslöser für eine der größten Schlammschlachten sein, die das Weiße Haus je erlebt hat. Das Buch "A Higher Loyalty: Truth, Lies and Leadership" (deutscher Titel: "Größer als das Amt: Auf der Suche nach der Wahrheit - der Ex-FBI-Direktor klagt an") soll am Dienstag erscheinen.

Donald Trump und James Comey kämpfen mit Worten

US-Präsident Donald Trump und der frühere FBI-Chef James Comey haben sich in einem beispiellosen Wortgefecht mit gegenseitigen Beleidigungen überzogen. Der von Trump entlassene Comey verglich den Präsidenten in seinem neuen Buch mit einem Mafiaboss. Trump schrieb am Freitag auf Twitter über Comey: "Er ist ein schwacher, unehrlicher Drecksack."

Neues Buch: Trump ist von seinem Ego getrieben

James Comey rechnet in einem neuen Buch unbarmherzig mit dem Präsidenten ab. Trump sei "unethisch, und nicht an die Wahrheit und institutionelle Werte gebunden", zitierten US-Medien am Donnerstag vorab aus dem Buch, das kommende Woche in den USA erscheinen soll. Trumps Führungsstil beruhe auf Tauschhandel, sei von seinem Ego getrieben und es gehe ihm um persönliche Loyalität, schrieb der ehemalige Chef der US-Bundespolizei.

Donald Trump sei ein Rüpel und Lügner

Comey zeichnet ein vernichtendes Bild vom Weißen Haus unter Trump. Er habe sich an die Mafia erinnert gefühlt, zitierte ihn der Sender CNN. "Der Boss hat absolute Kontrolle. Die Treueschwüre. Die Wir-gegen-sie Weltsicht. Das Lügen über alle Dinge, groß und klein, im Dienst eines Loyalitätskodexes, der die Organisation über die Moral und die Wahrheit stellt." Trump sei ein Rüpel und ein Lügner, der versucht habe, Ermittler wie ihn zu bedrängen, und Ermittlungen zu beeinflussen, schrieb Comey demnach.

Nach Comeys Entlassung übernimmt Sonderermittler Robert Mueller

Trump hatte Comey im Mai 2017 entlassen. Eine Folge dieser Entlassung war die Einsetzung von Sonderermittler Robert Mueller, der Vorwürfe um eine russische Einmischung in die US-Wahl 2016 und eine Zusammenarbeit des Trump-Lagers mit Moskau untersucht. Trump hält diese Untersuchung für eine "Hexenjagd" und völlig unbegründet. Derzeit hat der Präsident wieder Stress mit dem FBI, nachdem Beamte Wohnung und Hotelzimmer seines Anwaltes durchsucht haben.

War Trump bei russischen Nutten?

Comey beschreibt nun erstmals im Detail für die Öffentlichkeit seine Treffen mit Trump. Er berichtet unter anderem über Gespräche zu einem Dossier eines britischen Agenten. Darin werden Anschuldigungen über Begegnungen Trumps mit Prostituierten in Russland erhoben. Trump habe diese Behauptungen entschieden zurückgewiesen und gesagt, diese verletzten seine Frau Melania. "Können Sie sich das vorstellen? Ich, Nutten?", habe Trump den Aufzeichnungen Comeys zufolge gefragt. Auch eine Affäre mit dem Pornostar Stormy Daniels wird dem Präsidenten zugetraut.

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gma/jat/news.de/dpa
Themen: Donald Trump
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