24.03.2018, 08.19 Uhr

IS-Terror in Frankreich im News-Ticker: Helden-Polizist ist tot

Neben einer Geiselnahme in Trebes kam es im nahegelegenen Carcasonne zu einem Schusswechsel.

Neben einer Geiselnahme in Trebes kam es im nahegelegenen Carcasonne zu einem Schusswechsel. Bild: Amenvals Nathalie/dpa

Im französischen Trèbes scheint der IS-Terror wieder zugeschlagen zu haben. In einem Supermarkt in Südfrankreich hat ein Mann mehrere Geiseln genommen und sich angeblich zum Islamischen Staat bekannt.

IS-Terror in Frankreich: Geiselnahme in Trèbes

+++ 24.03.2018, 6.54 Uhr: Französischer Helden-Polizist ist tot +++

Der Polizist, der sich bei dem mutmaßlichen islamistischen Terroranschlag in Südfrankreich gegen Geiseln eintauschen ließ, ist tot. Das teilte der französische Innenminister Gérard Collomb am Samstagmorgen bei Twitter mit. "Frankreich wird niemals seinen Heldentum, seine Tapferkeit und sein Opfer vergessen", schrieb Collomb.

Arnaud Beltrame (45) wurde in Frankreich als Held gefeiert, weil er sich bei der Attacke auf einen Supermarkt in dem kleinen Ort Trèbes freiwillig gegen Geiseln eintauschen ließ. "Er hat Leben gerettet", sagte Staatschef Emmanuel Macron am Freitag. Der Beamte, der allein mit dem Täter im Supermarkt war, wurde lebensgefährlich verletzt, als dieser aus noch ungeklärten Gründen auf ihn schoss - daraufhin stürmte die Polizei das Gebäude.

+++ 23.03.2018, 16.50 Uhr: Macron: Terrorgefahren haben sich verändert +++

Nach Einschätzung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron könnte die Geiselnahme in dem Supermarkt in Trèbes für eine neue Art von Terrorgefahr stehen. Es gebe mittlerweile viele Menschen, die sich selbst radikalisierten und unterschiedliche Profile zeigten, sagte Macron am Freitag am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

Man sei nicht mehr in einer Situation wie vor zwei oder drei Jahren, als man es mit Angriffen zu tun gehabt habe, die aus der Region Syrien und Irak gesteuert worden seien. Die neuen Bedrohungen seien "endogen", also von innen kommend, erklärte Macron. Es gebe weiter eine starke Bedrohung.

+++ 23.03.2018, 16.47 Uhr: Hollande spricht Opfer-Familien Beileid aus +++

Frankreichs Ex-Präsident François Hollande hat sich nach der Geiselnahme im südfranzösischen Örtchen Trèbes an die Angehörigen der Opfer gewandt. "Ich spreche den Familien der Opfer meine Solidarität aus", erklärte Hollande am Freitag auf Twitter. Die Attacke bestätige, dass die Bedrohung durch den Islamischen Staat in Frankreich weiterhin hoch sei. Die Franzosen rief Hollande zu Wachsamkeit und Zusammenhalt auf.

+++ 23.03.2018, 16.22 Uhr: Augenzeuge: Eines der Terror-Opfer war Metzger in Supermarkt +++

Eines der Todesopfer der Geiselnahme in einem südfranzösischen Supermarkt war nach einem Augenzeugenbericht ein Metzger des Markts. "Das ist ein Kollege und vor allem ein Freund, ein supernetter Typ", sagte ein anderer Metzger des Supermarkts am Freitag dem Sender "Europe 1". "Es ist traurig zu sehen, dass man nirgends in Sicherheit ist."

Er selbst habe den Angreifer nicht gesehen, aber die Schüsse gehört. "Ich dachte, etwas ist im Laden heruntergefallen", sagte er. Dann hätten ihm Kollegen gesagt, dass jemand schieße. Gemeinsam mit etwa 30 Kunden und zwei Kolleginnen sei er durch den Notausgang hinter der Metzgertheke geflohen und habe sich in einer benachbarten Autowerkstatt versteckt.

+++ 23.03.2018, 16.04 Uhr: Augenzeugin: Geiseln aus Supermarkt flüchteten in Autowerkstatt +++

Einige Geiseln aus einem südfranzösischen Supermarkt haben sich einer Augenzeugin zufolge in eine benachbarte Autowerkstatt gerettet. Einige Kunden und Mitarbeiter des Supermarkts hätten sich in der Werkstatt versteckt, sagte eine Angestellte der Werkstatt dem Radiosender RTL. Die Leute seien ruhig geblieben. Sie hätten gewusst, dass sie in der Werkstatt in Sicherheit seien

+++ 23.03.2018, 16.01 Uhr: IS-Terrormiliz reklamiert Geiselnahme in Frankreich für sich +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Geiselnahme in Frankreich für sich reklamiert. Der Angreifer sei ein "Soldat des Islamischen Staates", meldete das IS-Sprachrohr Amak am Freitag.

+++ 23.03.2018, 15.55 Uhr: Geiselnahme in Frankreich: Drei Polizisten bei Zugriff verletzt +++

Beim gewaltsamen Ende der Geiselnahme in Südfrankreich sind insgesamt drei Polizeibeamte verletzt worden. Der Polizist, der sich gegen eine Geisel hatte austauschen lassen, wurde schwer verletzt. Außerdem seien beim Zugriff zwei weitere Beamte verletzt worden, sagte ein Sprecher der Gendarmerie der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 23.03.2018, 15.41 Uhr: Polizist ließ sich gegen Geisel in Frankreich austauschen +++

Bei der Geiselnahme in Südfrankreich ist ein Polizist schwer verletzt worden, der sich gegen eine Geisel austauschen ließ. Das sagte Innenminister Gérard Collomb am Freitag nach dem Ende der Geiselnahme in einem Supermarkt im Örtchen Trèbes. Er sprach von einer Heldentat. Der Beamte habe sein Telefon mit einer offenen Verbindung auf einem Tisch liegen lassen, sagte Collomb. So hätten die Einsatzkräfte hören können, was sich im Supermarkt abspielte. Als Schüsse fielen, seien sie eingeschritten.

+++ 23.03.2018, 15.02 Uhr: Einsatzkräfte erschießen Geiselnehmer in Südfrankreich +++

Die Geiselnahme in einem Supermarkt in Südfrankreich ist beendet. Der Täter sei erschossen worden, teilte Innenminister Gérard Collomb am Freitag auf Twitter mit. Er kündigte eine Stellungnahme an. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Täter sei von Einsatzkräften getötet worden. Der zuletzt als einzige Geisel festgehaltene Polizeibeamte sei verletzt worden.

Die Geiselnahme in dem kleinen Ort Trèbes bei Carcassonne hatte am Vormittag begonnen, die Behörden gehen von einem Terrorakt aus. Der Mann soll sich auf die Terrormiliz Islamischer Staat berufen haben. Nach AFP-Informationen aus Ermittlerkreisen soll er insgesamt drei Menschen getötet haben - einen Passagier eines Autos, das er gestohlen habe, und zwei Menschen in dem Supermarkt. Zudem soll der Mann vor der Geiselnahme auf Polizisten in Carcassonne geschossen haben.

+++ 23.03.2018, 14.49 Uhr: Geiselnehmer laut Medienberichten getötet +++

Der Geiselnehmer in einem Supermarkt in Südfrankreich ist nach Medienberichten tot. Er sei von den Einsatzkräften getötet worden, meldeten die französische Nachrichtenagentur AFP und der Sender bfmtv am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

+++ 23.03.2018, 14.45 Uhr: Drei Tote und zwei Verletzte bei Attacken in Frankreich +++

Der Geiselnehmer in Südfrankreich soll laut einem Bericht insgesamt drei Menschen getötet haben. Die französische Nachrichtenagentur AFP meldete das am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der Mann habe zunächst ein Auto in Carcassonne gestohlen, dabei habe er einen Passagier getötet und den Fahrer verletzt. Danach habe er in der Nähe einen Polizisten verletzt, bevor er bei der Geiselnahme in einem Supermarkt im Ort Trèbes zwei weitere Menschen getötet habe.

Der Verdächtige hielt zuletzt noch einen Polizeibeamten als Geisel fest, weitere Geiseln waren nicht mehr in seiner Gewalt.

+++ 23.03.2018, 14.20 Uhr: Geiselnahme in Südfrankreich: Schüler bleiben in Schulen +++

Die Schüler der südfranzösischen Kleinstadt Trèbes bleiben während der Geiselnahme in einem Supermarkt der Stadt in ihren Schulen. Das teilte die zuständige Schulbehörde auf Twitter mit. Die Schüler seien "in Sicherheit im Inneren" der Schulen, hieß es. "Sie bleiben bis auf Weiteres dort." Ihnen werde eine Mahlzeit serviert. Die Behörde rief die Eltern dazu auf, nicht zu den Schulen zu kommen. Berichten von Reportern vor Ort zufolge ist die kleine Stadt weiträumig für Autos abgesperrt.

+++ 23.03.2018, 14.14 Uhr: Zwei Tote und drei Verletzte bei Geiselnahme in Südfrankreich +++

Bei der Geiselnahme in einem Supermarkt in Südfrankreich sind zwei Menschen getötet worden. Das bestätigte das Pariser Innenministerium am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die Bilanz sei vorläufig und könne sich leider noch verschlimmern. Der Polizeieinsatz sei nicht abgeschlossen.

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