12.02.2018, 19.23 Uhr

Umfrage-Klatsche für SPD: Nur noch knapp vor AfD! Wähler watschen Chaos-SPD ab

Auch bei den Rosenmontagsumzügen bekam die SPD ihr Fett weg.

Auch bei den Rosenmontagsumzügen bekam die SPD ihr Fett weg. Bild: dpa

Auch der Verzicht von Noch-Parteichef Martin Schulz auf das Amt des Außenministers hilft der SPD nicht aus dem Umfrage-Tief heraus. Im aktuellen Insa-Meinungstrend für die "Bild"-Zeitung (Montag) fällt die Partei sogar um einen halben Punkt und liegt nur noch bei 16,5 Prozent. Damit liegt die SPD der Umfrage nach nur noch 1,5 Prozentpunkte vor der AfD, die mit 15 Prozent drittstärkste Partei ist.

Trotz GroKo-Einigung - auch CDU/CSU verlieren Wählerstimmen

Auch CDU/CSU verlieren einen Punkt und liegen demnach bei 29,5 Prozent. Gemeinsam kommen CDU/CSU und SPDdamit nur noch auf 46 Prozent, eine große Koalition hätte, wie im Insa-Meinungstrend eine Woche zuvor, weiterhin keine Mehrheit mehr. Ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen hingegen käme wie in der Woche zuvor auf 53 Prozent.

SPD-Gremien beraten: Nahles könnte schon jetzt SPD-Führung übernehmen

Der SPD steht wohl ein schnellerer Führungswechsel bevor als ursprünglich geplant: Die Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles könnte schon an diesem Dienstag den Parteivorsitz kommissarisch übernehmen. Am Nachmittag wollen Präsidium und Vorstand der SPD über das weitere Vorgehen beraten. Erwartet wird, dass der bisherige SPD-Chef Martin Schulz dort seinen sofortigen Rückzug verkünden wird. Die Spitzengremien könnten dann beschließen, Nahles als kommissarische Parteichefin zu ernennen. Sie müsste dann innerhalb von drei Monaten bei einem Parteitag formal gewählt werden. Noch nie zuvor in der Geschichte der SPD hat eine Frau an der Spitze der Partei gestanden.

Ursprünglich hatte Schulz angepeilt, sich erst Anfang März - nach dem SPD-Mitgliederentscheid über den Eintritt in eine weitere große Koalition - von der Parteispitze zurückzuziehen und an Nahles zu übergeben. Mehrere Genossen, auch aus der Führungsmannschaft, sprachen sich aber für einen schnelleren Führungswechsel aus.

SPD vor Mitgliedervotum in großen Turbulenzen

Hintergrund ist, dass die Personalquerelen um Schulz die Mitgliederbefragung zu überlagern drohen. Schulz hatte nach dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der Union - entgegen vorheriger Aussagen - angekündigt, er wolle Außenminister in einem schwarz-roten Kabinett werden und den Parteivorsitz abgeben. Auf großen Druck hin hatte er kurz darauf aber seinen Verzicht auf den Ministerposten erklärt.

Vor dem alles entscheidenden Mitgliedervotum steckt die SPD also in großen Turbulenzen. Führende Genossen versprechen sich von einem schnellen Wechsel an der Spitze eine Beruhigung der Lage.

 

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gea/news.de/dpa
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