13.02.2018, 12.44 Uhr

Raumstation ISS: Will Donald Trump jetzt den Weltraumtourismus ermöglichen?

US-Präsident Donald Trump hat Pläne für die internationale Raumstation ISS - allerdings wollen die USA keine finanziellen Mittel beisteuern.

US-Präsident Donald Trump hat Pläne für die internationale Raumstation ISS - allerdings wollen die USA keine finanziellen Mittel beisteuern. Bild: Evan Vucci / AP / picture alliance / dpa

Die US-Regierung will einem Bericht zufolge aus der Finanzierung der Internationalen Raumstation (ISS) aussteigen. Die amerikanischen Teile derStation sollten nach demJahr 2024 möglicherweise einem privaten Betreiber übertragen werden, wie die "WashingtonPost" am Sonntag(Ortszeit) unter Berufung auf ein internes Dokument der US-Weltraumbehörde NASA berichtete. Zuletzt belief sich das jährliche Budget der USA für die ISS-Unterstützung auf drei bis vier Milliarden US-Dollar.

ISS wird nicht weiter von den USA finanziert, sondern privat bewirtschaftet

Das Ende der staatlichen Finanzierung bedeute nicht, dass die Station dann außer Betrieb genommen werde, heißt es demnach in dem Dokument. "Es ist möglich, dass die Industrie beginnen könnte, bestimmte Teile oder Fähigkeiten der ISS als Teil einer künftigen kommerziellen Plattform weiterzubetreiben", geht aus dem Dokument zum Weltraumlabor hervor, das die USA in der Entwicklungsphase mit rund 82 Milliarden Euro bezuschusst hatten.

Donald Trump will ISS privatisieren - für Weltraum-Reisen der NASA

Ziel der US-Regierung unter Donald Trump sei es, den erdnahen Orbit zu einer Umgebung für "nicht-staatlichen menschlichen Weltraumflug" zu machen, in der "die NASA einer von vielen Kunden ist", zitierte die Zeitung weiter. Um die Pläne für die künftige Nutzung der ISS auszuarbeiten, soll Donald Trump ein Budget von 150 Millionen US-Dollar bereitgestellt haben. Sollten sich die Pläne als realisierbar erweisen, könnte der Weltraumtourismus in greifbare Nähe rücken.

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