11.02.2018, 14.50 Uhr

Umfrage-Pleite: So denkt Deutschland über das GroKo-Debakel der SPD

Die SPD steckt in einer tiefen Krise.

Die SPD steckt in einer tiefen Krise. Bild: dpa

Wenn die Parteibasis zustimmt, wird die SPD in eine neue große Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eintreten. Doch rund zwei Drittel der Bürger halten die Sozialdemokraten nach einer Umfrage nicht für regierungsfähig.

So denkt Deutschland über das GroKo-Debakel der SPD

In einer Erhebung des Instituts Civey für das Nachrichtenportal t-online.de äußerten 67,1 Prozent der Befragten diese Ansicht. Nur 25,6 Prozent trauten den Sozialdemokraten eine Regierungsverantwortung zu - bei den SPD-Anhängern waren es mit 68,7 Prozent deutlich mehr. Groß ist auch die Skepsis bei Anhängern der CDU/CSU. 71,6 Prozent der Befragten werteten die Regierungsfähigkeit der SPD kritisch.

Schulz oder Nahles? DAS denken die Deutschen

Auch der geplante Wechsel im SPD-Parteivorsitz von Martin Schulz zu Andrea Nahles wird nach einer Umfrage skeptisch gesehen. Das Institut Emnid ermittelte für die "Bild am Sonntag", dass nur 33 Prozent der Bürger glauben, dass die SPD unter Nahles wieder erfolgreicher wird. 52 Prozent gehen davon nicht aus.

Großteil der Deutschen wünscht sich Große Koalition

Zugleich wünschten sich 57 Prozent der Befragten eine Zustimmung der SPD-Basis zur großen Koalition beim anstehenden Mitgliederentscheid. 38 Prozent hofften auf eine Ablehnung. Bei den SPD-Anhängern waren 84 Prozent für Zustimmung, bei den Unions-Anhängern 87 Prozent.

So würden die Deutschen aktuell wählen

Würde jetzt ein neuer Bundestag gewählt, käme die CDU/CSU laut Emnid auf 34 Prozent (plus 1). Die SPD bleibt in der Umfrage stabil bei 20 Prozent. Die AfD würde mit 12 Prozent (minus 1) drittstärkste Kraft. Die Grünen erreichen wie in der Vorwoche 11 Prozent, die Linke verliert einen Punkt und kommt nun wie die FDP auf 9 Prozent. Die Daten wurden noch vor den jüngsten Personalquerelen in der SPD mit dem Verzicht des Vorsitzenden Martin Schulz auf den Posten des Außenministers erhoben.

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fka/news.de/dpa
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