05.02.2018, 16.36 Uhr

Mauer-Wende am 05.02.2018:

Die Berliner Mauer stand 28 Jahre, 2 Monate und 26 Tage. Und exakt so viel Zeit ist nun schon seit ihrem Fall vergangen.

Die Berliner Mauer stand 28 Jahre, 2 Monate und 26 Tage. Und exakt so viel Zeit ist nun schon seit ihrem Fall vergangen. Bild: Maurizio Gambarini / picture alliance / dpa

Die bunt bemalte East Side Gallery gilt bis heute als das noch längste erhaltene Stück der Berliner Mauer. Inzwischen ist der Betonwall an mehreren Stellen aber für Bauprojekte durchbrochen worden. Historische Reste des Betonwalls sind aber auch an anderen Stellen in der Hauptstadt noch zu sehen. Hier einige der Orte:

BERNAUER STRASSE

Die Bernauer Straße gilt als wichtiges Symbol der Teilung Berlins. Die Mauer verlief genau an der östlichen Häuserfront der Straße. Eine etwa 220 Meter lange Betonreihe erinnert daran, dass in dieser Straße nach dem Mauerbau zahlreiche Menschen aus Häuserfenstern in den Westen sprangen und einige dabei starben. Die unter freiem Himmel eingerichtete Mauer-Gedenkstätte auf dem früheren Todesstreifen erinnert daran.

MARTIN-GROPIUS-BAU

Der Martin-Gropius-Bau - eines von Berlins wichtigsten Ausstellungsgebäuden - lag nach dem Mauerbau zwar im Westen, der Eingang zu den Ausstellungsräumen musste aber trotzdem zwangsweise verlegt werden. Warum? Die Grenze verlief direkt vor dem Gebäude, so dass der Bürgersteig vor der Mauer lag, aber dennoch zum Ostteil der Stadt gehörte. In unmittelbarer Nähe sind auf rund 200 Meter Länge zahlreiche hellgraue Betonklötze erhalten.

GÜNTER-LITFIN-GEDENKSTÄTTE

Günter Litfin wurde am 24. August 1961 von Angehörigen der Transportpolizei erschossen, als er versuchte, nach West-Berlin zu fliehen. Ihm zu Ehren errichtete sein Bruder Jürgen im Jahr 2003 die Günter-Litfin-Gedenkstätte. In einem ehemaligen Wachturm erfahren Besucher mehr über die damalige Todesgrenze und das geteilte Berlin.

EAST SIDE GALLERY

Im Ostteil der Stadt finden Besucher das wohl bekannteste Mauerstück - die 1,3 Kilometer lange East Side Gallery. 1990 bemalten Künstler aus aller Welt dieses längste erhaltene Stück Mauer mit riesigen Wandbildern. Eines der bekanntesten Motiven ist sicherlich Dmitri Wrubels "Bruderkuss" zwischen Erich Honecker und Leonid Breschnew.

CHECKPOINT CHARLIE

An dem einstigen Grenzkontrollpunkt für Diplomaten und Ausländer standen sich nach dem Mauerbau amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Heute posieren vor dem nachgebauten Wachhaus der amerikanischen Streitkräfte auf der Friedrichstraße falsche Soldaten. Hier steht auch das private Mauermuseum, das zu den meistbesuchten der Hauptstadt gehört. Auf der Straße wird mit einem Pflasterstreifen der Mauerverlauf nachgezeichnet.

Der Senat hat an der Straße unter freiem Himmel Informationstafeln zur Geschichte der Teilung samt riesigen Fotos installiert, um dem Rummel an dem historischen Ort mehr Seriosität entgegenzusetzen. Doch ein Museum des Kalten Krieges, das seit Jahren im Gespräch ist, gibt es bislang nicht.

PARLAMENT DER BÄUME

Am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestages hat Aktionskünstler Ben Wargin nach dem Mauerfall ein Stück des Grenzstreifens bepflanzt sowie Bilder und Texte installiert. Einige Segmente der hinteren Sperrmauer mussten wegen des Parlamentsbaus später versetzt werden. Eine Neu-Installation mit originalen Mauersegmenten ist auch im Gebäude zu sehen. Auf einer Steinplatte draußen steht auch der Name Chris Gueffroy. Er war im Februar 1989 der letzte erschossene Flüchtling an der Berliner Mauer. Nach jahrelangen Bemühungen ist das Mauer-Mahnmal vor kurzem unter Denkmalschutz gestellt worden.

Schon gelesen? Das Schicksal von Familie Honecker nach dem Untergang der DDR.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/kad/news.de/dpa
Seiten: 12
Steuer-Irrsinn in DeutschlandGesetz für Masern-ImpfpflichtNiki Lauda (70) ist totNeue Nachrichten auf der Startseite