24.01.2018, 10.59 Uhr

EU-Parlament: EU lädt zum Anti-Terror-Seminar für Terror-Unterstützer

Alaeddin Boroujerdi ist dafür bekannt, einer der wichtigsten iranischen Unterstützer des syrischen Diktators Bashar al-Assad zu sein.

Alaeddin Boroujerdi ist dafür bekannt, einer der wichtigsten iranischen Unterstützer des syrischen Diktators Bashar al-Assad zu sein. Bild: dpa

Am Dienstag und am Mittwoch sind drei iranische Abgeordnete sowie der iranische Botschafter in Brüssel zu Gast im EU-Parlament. Denn der Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten will unter anderem über Terrorabwehr sprechen. Dafür sind eine öffentliche Debatte und ein nicht-öffentliches gemeinsames Seminar mit Europa-Abgeordneten geplant.

Doch der Leiter der Iran-Delegation, Alaeddin Boroujerdi, spielt eine zentrale Rolle in der iranischen Terrorförderung.

Alaeddin Boroujerdi - Terror-Unterstützer aus dem Iran

Wie "bild.de" berichtet, soll Boroujerdi regelmäßig bei Hisbollah-Chef Nasrallah im Libanon als auch bei Syriens Diktator Bashar al-Assad in Damaskus ein und aus gehen. So pflege er außerdem einen regen Austausch des Mullah-Regimes mit der libanesischen Terrororganisation Hisbollah. Diese wird vom Iran finanziert und hat unter anderem die Vernichtung Israels zum Ziel. Zudem gilt er als maßgebend für die iranische Syrien-Politik.

"In den 1990er Jahren war Boroujerdi die rechte Hand des damaligen iranischen Außenministers, Ali Akbar Velayati. Dieser wird für den Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires 1994 mit 85 Toten mitverantwortlich gemacht", erklärt Brüssler Iran-Analyst Mohsen Behzad Karimi gegenüber "bild.de".

Verantwortlich für 25 Tote? Inhaftierte sterben unter mysteriösen Umständen

Boroujerdi soll als Leiter des Ausschusses für Nationale Sicherheit außerdem für die Niederschlagung von Protesten Anfang Januar zuständig gewesen sein. Dabei sind mindesten 25 Menschen ums Leben gekommen, über 3.000 wurden inhaftiert. "Aktuellen Berichten zufolge sollen 39 inhaftierte Demonstranten in der Hamedan-Provinz wegen Apostasie (Abfall vom Glauben) vor Gericht gestellt werden. Darauf steht im Iran die Todesstrafe", so Mina Ahadi, eine exil-iranische Menschenrechtlerin, im Gespräch mit "bild.de". Mehrere Inhaftierte starben in den vergangenen Wochen unter mysteriösen Umständen. Angeblich hätten sie Selbstmord begangen.

EU fordert Ende der militärischen und finanziellen Unterstützung des Assad-Regimes

Nun soll die iranische Delegation unter seiner Leitung über Terrorabwehr diskutieren. bereits am Dienstag eröffnete der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, David McAllister, die Debatte. Dabei forderte er, dass der Iran seine militärische und finanzielle Unterstützung des Assad-Regimes beenden solle. "Ich komme aus Deutschland. Die Medien berichten, dass iranischen Agenten in Deutschland vorgeworfen wird, israelische und jüdische Anschlagsziele ausgespäht zu haben, darunter auch jüdische Kindergärten. Das wäre äußerst verstörend", hatte er sich direkt an Boroujerdi gewandt.

Boroujerdi soll auf alle Fragen ausweichend oder gar nicht geantwortet haben. Er hätte jedoch betont, dass der Iran Israel nicht anerkennen werde.

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mag/loc/news.de
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