09.01.2018, 12.19 Uhr

Ende der Trump-Ära erreicht?: Michael Wolff sieht Ende von "geistig sehr stabilen Genie" Donald Trump

Donald Trump sorgte mit Aussagen zu seinem angeblichen Genie für Furore.

Donald Trump sorgte mit Aussagen zu seinem angeblichen Genie für Furore. Bild: dpa

Donald Trump hält sich nicht nur für "wirklich klug", sondern für ein "geistig sehr stabiles Genie". Mit dieser Aussage reagierte der US-Präsident auf das Enthüllungsbuch "Fire and Fury", demzufolge ihm jeder in seiner Umgebung im Weißen Haus Amtsunfähigkeit bescheinigt. Das Werk mit seinen diversen Schilderungen einer völlig chaotischen Regierungsführung schlug auch am Wochenende hohe Wellen und überschattete ein Treffen Trumps mit führenden Republikanern über die Strategie der Konservativen in diesem wichtigen Kongress-Wahljahr.

Autor Michael Wolff sieht Ende der Trump-Ära gekommen

Der Autor Michael Wolff sieht derweil den Anfang vom Ende der Trump-Präsidentschaft gekommen. Sein Buch habe den Menschen die Augen geöffnet, was die mangelnden Fähigkeiten des US-Präsidenten angehe, sagte er am Samstag in einem BBC-Interview. "Die Geschichte, die ich erzähle, scheint diese Präsidentschaft auf eine Weise darzustellen, die sagt, dass er nicht fähig ist, seinen Job zu machen - der Kaiser hat keine Kleider", sagte Wolff. Das sei der Hintergrund für die Wahrnehmung und die Einsicht, die Trumps Präsidentschaft letztlich ein Ende bereiten würden.

Trump wehrt sich gegen Buch von "Loser" Wolff

Trump nannte das Buch eine "Schande", "langweilig und und unwahr" und "frei erfunden". Wolff bezeichnete er als "Loser" (Verlierer). Zugleich griff Trump erneut die Medien und seinen Ex-Chefstrategen Steve Bannon an, auf den sich Wolff in seinem Buch unter anderem stützt. Der Autor habe Bannon benutzt, "der geweint hat, als er gefeuert wurde, und der um seinen Job gebettelt hat".

Trump: "Meine beiden größten Stärken sind geistige Stabilität und wirklich klug zu sein

Das größte Aufsehen erregte jedoch ein Trump-Tweet am Samstagmorgen (Ortszeit). Jetzt, da sich die Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit Russland zur Wahlbeeinflussung als Ente herausgestellt hätten, würden die Demokraten und "ihre Schoßhunde, die Lügenmedien", sich auf die Themen geistige Stabilität und Intelligenz des Präsidenten stürzen, schrieb der Republikaner. "Tatsächlich sind meine beiden größten Stärken in meinem ganzen Leben geistige Stabilität gewesen und (...) wirklich klug zu sein".

Trump hält sich für "sehr stabiles Genie"

Als Beweis führt Trump dann an, dass er es von einem "SEHR erfolgreichen Geschäftsmann" zu einem "Top-Fernsehstar" und dann gleich "im ersten Anlauf" zum US-Präsidenten gebracht habe. "Ich glaube, das würde (einen) nicht als klug, sondern als Genie kennzeichnen, und dazu als ein sehr stabiles Genie!", schrieb Trump.

Trump über sich selbst: war ein "sehr ausgezeichneter" Student

Nach dem Republikaner-Treffen auf dem Wochenendsitz Camp David schob Trump am Samstag nach, er habe die besten Colleges besucht und sei ein "sehr ausgezeichneter" Student gewesen. Als Geschäftsmann habe er Milliarden über Milliarden Dollar verdient und in seiner Fernsehkarriere "riesengroßen Erfolg" gehabt, um dann auf Anhieb zum Präsidenten gewählt zu werden. "Und dann höre ich diesen Kerl, der mich überhaupt nicht kennt", so Trump. Wolff sei ein "Betrüger".

Lesen Sie auch: "Geisteskranker" Donald Trump wütet auf Twitter.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

 

gea/news.de/dpa
Themen: Donald Trump
CDU-Migrations-WerkstattBundesfinanzminister Scholz warntFlorian SilbereisenNeue Nachrichten auf der Startseite