05.01.2018, 13.00 Uhr

Ösi-Vize Heinz-Christian Strache: Sperrstunde für Flüchtlinge gefordert

Gibt es in Österreich bald eine Sperrstunde für Flüchtlinge?

Gibt es in Österreich bald eine Sperrstunde für Flüchtlinge? Bild: dpa

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache von der rechtspopulistischen FPÖ hat umstrittene Aussagen zur Verschärfung bei der Unterbringung von Asylbewerbern relativiert. Quartiere für Flüchtlinge in leerstehenden Kasernen seien derzeit kein Thema, sagte der FPÖ-Chef Strache am Freitag nach der Regierungsklausur im steirischen Schloss Seggau. "Es sind keine Massenquartiere geplant", so der 48-Jährige. Auch Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) sagte: "Es ist in meinem Ressort im Moment kein Thema."

Die neue Regierung aus Konservativen und Rechtspopulisten verfolgt laut Strache vielmehr das Ziel, illegale Migration zur Gänze zu stoppen.

Ösi-Vize Strache: Unterbringung von Flüchtlingen in Kasernen

Strache hatte Donnerstagabend in einem Interview mit dem ORF davon gesprochen, Flüchtlinge theoretisch in Kasernen unterzubringen. Auch eine Ausgangssperre für Flüchtlinge am Abend und nachts hielt er für denkbar - ohne Details zu nennen. "Es braucht Ordnung, so lange es ein offenes Asylverfahren gibt", sagte Strache.

So reagiert die Stadt auf Straches Vorschlag

Die Stadt Wien kritisierte den Vorschlag Straches. Asylbewerber seien Menschen, keine Gefangenen, sagte die sozialdemokratische Sozialstadträtin Sandra Frauenberger. Zudem würden größere Quartiere auch höhere Kosten verursachen. Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) sprach von einem "erschreckendes Menschenbild".

So reagierte Sebastian Kurz

Sebastian Kurz hat sich noch nicht zum Vorschlag seines Vize geäußert. Bekannt ist allerdings, dass der neue Ösi-Kanzler eine härtere Linie in punkto Flüchtlingspolitik anstrebt.

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fka/bua/news.de/dpa
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