04.01.2018, 14.14 Uhr

Fataler Zwischenfall: Irrer Kim schießt Rakete auf eigene Stadt

Bei einem Raketentest hat Kim Jong Un eine nordkoreanische Stadt abgeschossen.

Bei einem Raketentest hat Kim Jong Un eine nordkoreanische Stadt abgeschossen. Bild: dpa

Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea spitzt sich immer mehr zu. Der US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un werden nicht müde, ihre vermeintliche militärische Stärke zu demonstrieren. Erst kurz vor Weihnachten hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig weitere Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen wiederholter Atom- und Raketentests beschlossen.

UN verhängt Sanktionen gegen Nordkorea

Unter anderem werden Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an das Land auf ein Viertel der erlaubten Menge begrenzt. Die von den USA eingebrachte Resolution enthält auch ein Exportverbot auf Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte, Maschinen, elektrische Geräte, Gesteine und Holz sowie auf Schiffe. Nordkoreas Außenministerium drohte allen Unterstützern der Resolution. Sie würden alle "einen hohen Preis" dafür bezahlen.

Kim Jong Un beschießt eigene Stadt

Doch den Preis für die Raketentests zahlt offenbar die Bevölkerung Nordkoreas mitunter selbst. So berichtet das Portal "The Diplomat" zu Beginn des neues Jahres noch einmal von dem fatalen Zwischenfall während eines Raketentestes im April 2017. Denn die damals gezündete Mittelstreckenrakete hatte das nordkoreanische Territorium nie verlassen.

Stattdessen, so schreibt es "The Diplomat", schlug die KN17 in der nordkoreanische Stadt Chongsin-dong ein. Zahlreiche Industrie- und Landwirtschaftsgebäude wurden dabei beschädigt. Satellitenbilder bestätigen das Versagen des Raketentestes. Nichtsdestotrotz hat Nordkorea nach diesem Vorfall die Raketentests nicht eingestellt. Ganz im Gegenteil.

Nordkorea stellt Raketentests nicht ein

Kim Jung Un testete auch danach munter weiter und legt sich auch weiterhin mit der westlichen Welt, insbesondere den USA an. Das Potenzial für ähnliche Unfälle, die sich in Pjöngjang, der Hauptstadt des Landes, oder in anderen besiedelten Gebieten ereignen könnten, bleibt hoch, insbesondere bei ungeprüften Systemen.

Zukünftige Erfolge bei den Tests sind nicht garantiert und sollte eine weitere nordkoreanische Rakete im falschen Moment während ihrer motorisierten Flugphase ausfallen, könnte ihre Flugbahn einem Angriff auf Japan ähneln. Selbst mit einer Dummy-Nutzlast könnte ein solcher Vorfall eine ernsthafte Krise in Nordostasien auslösen.

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fka/bua/news.de
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