29.11.2017, 14.41 Uhr

Donald Trump: Trump verbreitet rechtsextreme Videos über Twitter

Donald Trump hat auf Twitter abermals für Aufregung gesorgt.

Donald Trump hat auf Twitter abermals für Aufregung gesorgt. Bild: dpa

US-Präsident Donald Trump hat möglicherweise Muslime verunglimpfende Inhalte einer rechtsgerichteten britischen Aktivistin verbreitet. Auf seinem Twitter-Account leitete Trump am Mittwoch die Einträge der Britin Jayda Fransen weiter, der Vizechefin der Gruppierung "Britain First". Fransen war vor einem Jahr von einem britischen Gericht wegen Beleidigung einer Muslimin verurteilt worden und unterliegt einem gerichtlich verhängten Zutrittsverbot zu Moscheen und anderen Einrichtungen in England und Wales.

Donald Trump verbreitet Videos rechtsgerichteter britischer Gruppierung

Konkret leitete der Account von Donald Trump ein von Fransen eingestelltes Video weiter, auf dem zu sehen ist, wie ein Mann in traditionell muslimischer Kleidung und mit langem Bart eine künstlerisch gestaltete Figur zu Boden fallen und dort zerschellen lässt. Bei der Figur soll es sich um ein Abbild der Jungfrau Maria handeln.

Via Twitter teilte der US-Präsident Videos einer rechtsgerichteten britischen Aktivistin.

Via Twitter teilte der US-Präsident Videos einer rechtsgerichteten britischen Aktivistin. Bild: news.de-Screenshot (Twitter/realDonaldTrump)

Auf einem weiteren, von Trump weitergeleiteten Video Fransens ist zu sehen, wie ein dunkelhaariger junger Mann einen blonden jungen Mann schlägt und mit Füßen tritt. Angeblich soll es sich dabei um einen Übergriff eines jungen Muslims auf einen niederländischen Mann handeln. In einem dritten Video versucht ein Mann angeblich, eine an Krücken gehende Person von einem Dach zu schubsen. Die Authentizität der Filme ist nicht belegt, in Teilen wirken sie gestellt.

Was verbirgt sich hinter der Gruppierung "Britain First"?

Die Gruppierung "Britain First" war 2011 von Mitgliedern der rechtsgerichteten British National Party (BNP) gegründet worden. Im Juni 2016 hatte ein Gewalttäter die Worte "Britain First" gerufen, nachdem er kurz vor dem Brexit-Votum die Parlamentarierin Jo Cox ermordet hatte. Deren Ehemann Brandan Cox verurteilte am Mittwoch Trumps Unterstützung für die Tweets.

Es ist nicht der erste Eklat, den sich der US-Präsident in dieser Woche leistet. Am Dienstag hatte Trump mit einem "Pocahontas"-Witz bei der Ehrung von Navajo-Indianern für Empörung gesorgt.

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sba/news.de/dpa
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