09.04.2017, 22.16 Uhr

Teilreisewarnung für Ägypten: Ferien am Roten Meer geplant? Beachten Sie diese Reisehinweise

Den Palmsonntag (9.4.2017) erschütterten Bombenanschläge auf zwei koptische Kirchen in Ägypten.

Den Palmsonntag (9.4.2017) erschütterten Bombenanschläge auf zwei koptische Kirchen in Ägypten. Bild: dpa

Nach den verheerenden Anschlägen in Ägypten hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi am Sonntag für die nächsten drei Monate den Ausnahmezustand ausgerufen. In einer Fernsehansprache am Abend erklärte Al-Sisi: "Die Auseinandersetzung mit den Terroristen wird lang und schmerzhaft sei." Er warf anderen Ländern vor, den Terrorismus in Ägypten zu unterstützen - nannte aber kein bestimmtes Land.

Ausnahmezustand in Ägypten nach Anschlägen mit mehr als 40 Toten

Zuvor hatte der Präsident bereits der Armee befohlen, wichtige Gebäude des Landes zu schützen. Damit solle die Polizei unterstützt werden, berichtete das staatliche Fernsehen. Das Militär spielt in Ägypten eine sehr wichtige Rolle und und war bereits vor den Anschlägen vom Sonntag allgegenwärtig in der Öffentlichkeit.

Bei Anschlägen auf christlich-koptische Kirchen in den nordägyptischen Städten Tanta und Alexandria waren am Sonntag mehr als 40 Menschen getötet und etwa 120 verletzt worden. Zuletzt ereignete sich am 11. Dezember 2016 ein schwerer Anschlag auf die koptische Kirche Peter und Paul in Kairo. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte.

Auswärtiges Amt aktualisiert Reisehinweise und Reisewarnung nach Ägypten

Seit der Januarrevolution 2011 befindet sich Ägypten in einer Umbruchphase und es besteht landesweit ein erhöhtes Risiko für terroristische Anschläge und Entführungen. Das Auswärtige Amt rät bei Reisen nach Ägypten zu Vorsicht, das schließt auch die Touristengebiete am Roten Meer ein. Menschenansammlungen und Demonstrationen, vor allem vor Staatseinrichtungen, Universitäten und religiösen Stätten, sind unbedingt zu meiden und von Überlandfahrten, die ohne einen ortskundigen Begleiter erfolgen, rät das Auswärtige Amt dringend ab.

Desweiteren warnt das Amt vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägptisch-israelische Grenzgebiet, in entlegene Gebiete der Sahara, in den Gazastraeifen und vor der Einreise nach Gaza über den Sinai.

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kad/news.de/dpa
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