29.03.2017, 14.00 Uhr

Umfrage-Schock: Darum ist die AfD keineswegs sicher im Bundestag

Die nächste Schlappe für die AfD.

Die nächste Schlappe für die AfD. Bild: dpa

Im September 2017 wird ein neuer Bundestag gewählt. Bei der Saarland-Wahl erhielt die AfD magere 6,2 Prozent. Und auch bundesweit zeigt sich die Alternative für Deutschland eher abgeschlagen. Wie eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ergab, hat die AfD seit Januar mehr als ein Drittel der Wählerstimmen verloren.

AfD verliert Stimmen

Während die AfD in der Wählergunst sinkt, scheinen CDU und SPD auf Erfolgskurs zu sein. Der Abstand zwischen beiden Parteien wird geringer. Laut Umfrage käme die Union nun auf 34 Prozent der Stimmen, die SPD auf 33 Prozent. Die Unterstützung für die Sozialdemokraten wächst enorm. Ganze drei Prozentpunkte konnten sie gut machen. Im Januar lag die AfD noch bei 11,5 Prozent, in der Umfrage kam die Partei lediglich auf sieben Prozent. Die Linke bleibt konstant bei acht Prozent.

Horst Seehofer: "Es kann sein, dass die AfD nicht in den Bundestag einzieht"

CSU-Chef Horst Seehofer hält es derweil für möglich, dass die Rechtspopulisten im Herbst nicht in den Bundestag kommen werden. "Es kann sein, dass die AfD nicht in den Deutschen Bundestag einzieht", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in München. "Das hängt in erster Linie von uns ab." Das bedeute nicht, dass man nun die "Parolen" der AfD übernehmen werde, betonte er. Vielmehr müsse man eine "kluge Politik" machen und den Menschen zeigen, dass man für ihre Interessen kämpfe und sich um ihre Probleme kümmere.

Seehofer wertete den Ausgang der Saarland-Wahl in erster Linie als Erfolg der dortigen Regierung von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Er sprach aber auch von Rückenwind für die Union insgesamt - und einem Zeichen dafür, dass es richtig sei, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestagswahlkampf zu unterstützen.

Seehofer unterstützt Merkel

"Wir werden die Wahl nur mit ihr gewinnen und mit niemandem sonst", sagte Seehofer, der seit Beginn der Flüchtlingskrise selbst lange zu den schärfsten Kritikern Merkels gehört hatte. Mit Blick auf nach wie vor bestehende Vorbehalte in der CSU gegen Merkel forderte er, "Selbstbetrachtungen" und "Selbstanklagen" müssten jetzt aufhören.

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Seehofer warnte aber auch, man dürfe aus dem Rückenwind "nicht wieder einen Hype machen". Dass der diesjährige Bundestagswahlkampf vielleicht der schwierigste seit der Deutschen Einheit sei, daran habe die Saarland-Wahl nichts verändert. Es warte noch harte Arbeit.

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bua/jat/news.de/dpa
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