17.03.2017, 16.36 Uhr

Joachim Gauck Zapfenstreich: Bundespräsident wünschte sich Karat

Ursula von der Leyen, Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert und General Volker Wieker beim Großen Zapfenstreich im Jahr 2015.

Ursula von der Leyen, Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert und General Volker Wieker beim Großen Zapfenstreich im Jahr 2015. Bild: Bernd von Jutrczenka / dpa

Mit einem Großen Zapfenstreich wurde Bundespräsident Joachim Gauck nach fünf Jahren aus dem Amt verabschiedet. Bei der militärischen Zeremonie im Park von Schloss Bellevue waren am Freitagabend unter anderen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. Kanzlerin Angela Merkel fehlte, weil sie in Washington US-Präsident Donald Trump besuchte. Insgesamt waren etwa 600 Gäste geladen.

Zapfenstreich-Ablauf: Joachim Gauck wünscht sich DDR-Hit zum Abschied als Bundespräsident

Zum Zapfenstreich hat Gauck, wie es Tradition ist, das Musikprogramm ausgewählt. Unter anderem wird zu seinen Ehren der DDR-Hit "Über sieben Brücken musst du gehen" der Band Karat gespielt. Außerdem hat sich der frühere DDR-Pastor das Volkslied "Freiheit, die ich meine" und das Kirchenlied "Eine feste Burg ist unser Gott" ausgesucht.

Frank-Walter Steinmeier wird neuer Bundespräsident ab 19.03.2017

Gauck scheidet offiziell am Samstag aus dem Amt. Von Sonntag an hat Deutschland ein neues Staatsoberhaupt: Bei einer symbolischen Übergabe im Schloss Bellevue übernimmt Frank-Walter Steinmeier (61) das Amt. Der frühere Außenminister ist der 12. Präsident der Bundesrepublik Deutschland. Gauck (77) hatte auf eine zweite Amtszeit verzichtet.

Reaktionen auf Gaucks Verzicht auf eine zweite Amtszeit
Von Merkel bis Seehofer
zurück Weiter

1 von 16

Von Montag an führt Steinmeier die Amtsgeschäfte. Als Chef des Präsidialamts und seiner rund 200 Mitarbeiter bringt er seinen Vertrauten Stephan Steinlein mit, der schon im Auswärtigen Amt Staatssekretär war. Am Mittwoch wird Steinmeier vor Bundestag und Bundesrat vereidigt. In seiner ersten größeren Rede als Präsident wird er seine politischen Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre vorstellen.

Nach den vorzeitigen Rücktritten von Horst Köhler (2010) und Christian Wulff (2012) ist es der erste reguläre Wechsel im Schloss Bellevue seit 2004. Steinmeier war als SPD-Kandidat auch von der Union unterstützt worden und erhielt bei seiner Wahl am 12. Februar auch Stimmen von Grünen und FDP.

Was ist ein Zapfenstreich?

Der Große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundesrepublik. Seine Anfänge gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Seinerzeit gab ein deutscher Militärbeamter den Soldaten das Zeichen zur Nachtruhe: Er ging durch die Gasthäuser und versetzte dem Verschluss eines Fasses, dem Zapfen, einen Schlag (oder Streich). Es durften dann keine Getränke mehr ausgeschenkt werden. Wohl seit dem Feldherrn Albrecht von Wallenstein (1583-1634) wurde den Wirten mit Trompete, Flöte oder Trommel das Signal gegeben, die Fässer zu schließen. Der heute noch gebräuchliche Ablauf des Zapfenstreichs wurde erstmals am 12. Mai 1838 in Berlin aufgeführt.

Lesen Sie auch: Joachim Gauck und Daniela Schadt: Seit 15 Jahren ein Paar! Darum heiraten sie nicht.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sam/news.de/dpa
Fotostrecke

Joachim Gaucks Amtszeit in Bildern

Angela MerkelBjörn HöckeInfluenza, Pest und Co.Neue Nachrichten auf der Startseite