01.02.2017, 09.56 Uhr

"'Basta' gehört nicht zu meinem Stil": Martin Schulz rechnet mit Gerhard Schröder ab

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (links) und Martin Schulz, damals noch Präsident des Europäischen Parlamentes, am 14. Oktober 2016 im Roten Rathaus in Berlin.

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (links) und Martin Schulz, damals noch Präsident des Europäischen Parlamentes, am 14. Oktober 2016 im Roten Rathaus in Berlin. Bild: Kay Nietfeld/dpa

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will im Bundestagswahlkampf auf eine scharfe Konfrontation mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verzichten. Es gehe bei der Wahl "nicht um Schulz gegen Merkel, sondern um den Wettbewerb von Parteien und Programmen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch, 01.02.2017). Deutschland habe kein Präsidialsystem, die Kanzlerin sei "nicht Deutschland."

Martin Schulz: Angela Merkel betreibt längst SPD-Politik

Schulz vertrat die Ansicht, dass die CDU-Vorsitzende längst SPD-Politik betreibe: "Wenn Frau Merkel als geschäftsführende Vorsitzende einer stark sozialdemokratisch geprägten Bundesregierung sozialdemokratische Politik macht, ist das doch schön - auch wenn ihr die Union nicht folgt", sagte er. Daher sollten die Bürger besser das Original wählen - "und das bin ich". Nicht er, sondern die Kanzlerin habe es schwer.

"Niemals mit den Rechtsextremisten": SPD will ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf ziehen

Schulz bekräftigte, dass die SPD ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf ziehen werde: "Wir sagen nur: Niemals mit den Rechtsextremisten." Zurückhaltend äußerte er sich zu der Frage, ob die Linkspartei koalitionsfähig sei: Dies müsse man die Linke fragen. Schulz kündigte ebenfalls an, als künftiger SPD-Vorsitzender werde er die Partei im Team führen: "Ich bin ein ausgesprochener Teamspieler. Ich verstehe mich als Erster unter Gleichen", sagte er. "Basta" gehöre nicht zu seinem Stil.

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lid/news.de/dpa
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